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30 000 Haushalten droht das "Sendeloch"

Saarbrücken. Am 30. April 2012 um drei Uhr endet in Deutschland die Ära der analogen Satellitenübertragung für Fernseh- und Hörfunkprogramme. ARD, ZDF, RTL, SAT.1 und alle anderen Sender werden von da an über Satellit nur noch digital ausgestrahlt. Bei einer Pressekonferenz in Saarbrücken erläuterten gestern der Direktor der Landesmedienanstalt Saar (LMS), Gerd Bauer, der Intendant des Saarländischen Rundfunks (SR), Thomas Kleist, und der Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Saar, Jürgen Zimper, was saarländische Zuschauer (und gegebenenfalls Hörer) beachten müssen, damit der TV-Bildschirm nicht plötzlich schwarz bleibt und das Radio keinen Ton mehr von sich gibt. Nach Schätzungen empfangen von rund 282 000 saarländischen Satellitenhaushalten zwischen 20 000 und 30 000 ihre Programme noch analog.



Diesen droht ab Mai im Fernsehen die „Schwarzblende“, wie es Kleist ausdrückte, falls sie nicht umrüsten. Man sehe sich in der Verantwortung, das zu verhindern, sagte Bauer. Zimper riet den Betroffenen, sich in Ruhe zu informieren und erst dann in die neue Technik zu investieren. Eine sogenannte Digitalbox, die den einwandfreien Rundfunkempfang auch künftig sicherstellt, gebe es im Handel bereits ab 30 Euro. Für den, der Fernsehprogramme mit deutlich besserer Bildqualität (HD und HD+) sehen wolle, könne es aber teurer werden, da möglicherweise ein neues Gerät anzuschaffen sei.  Von der Analog-Satellit-Abschaltung nicht betroffen sind alle Haushalte, die ihr Fernsehsignal über Kabel, DVB-T (terrestrische Verbreitung) oder das Internet empfangen. Wer umgehend herausfinden möchte, ob er noch ein analoges Satellitensignal empfängt, der kann an seinem TV-Gerät bei ARD, ProSieben, RTL, SAT.1, ZDF oder Bayerischem Fernsehen die Videotextseite 198 aufrufen: Wenn dort ein Hinweis zur Abschaltung des analogen Satellitensignals erscheint, wird im entsprechenden Haushalt noch analog empfangen.

Wer die Mitteilung „Sie empfangen bereits digital“ erhält, für den besteht kein Handlungsbedarf. Durch digitalen Rundfunk können die Kunden mehr Programm und diese in besserer Bild- und Tonqualität empfangen, je nach Ausstattung ist auch hochauflösendes TV möglich. Dazu wird ein elektronischer Programmführer geboten. LMS, SR und Verbraucherzentrale planen für die kommenden Monate im Saarland gemeinsame Aktionen, um den bevorstehenden Analog-Digital- Umstieg zu begleiten. Dadurch soll erreicht werden, dass es am Stichtag so wenig „Schwarzseher wider Willen“ wie möglich gibt. SR-Intendant Kleist schließt allerdings nicht aus, dass das am 1. Mai zwischen 5000 und 7000 Haushalten drohen könnte.

© WhatsBroadcast
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