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A1: Bald wieder freie Fahrt

Hermeskeil/Nonnweiler. Eines der imposantesten Bauwerke in der Hochwaldregion hat „quasi ein neues Dach bekommen“. Diesen Vergleich zieht Thomas Mäusezahl vom zuständigen Autobahnamt in Montabaur mit Blick auf die seit Sommer 2010 andauernden Bauarbeiten auf der zur A1 gehörenden Lösterbachtalbrücke. Das 644 Meter breite Bauwerk, dessen höchster Pfeiler 102 Meter misst, steht seit 1974 zwischen den Anschlussstellen Hermeskeil und Nonnweiler-Bierfeld. Es spannt sich über den Lösterbach, der die Trennlinie zwischen Rheinland-Pfalz und dem Saarland bildet.

16 500 Quadratmeter Asphalt

In den zurückliegenden 16 Monaten konnten Autofahrer diesen „Grenzübergang“ nur einspurig und mit maximal Tempo 80 passieren. Denn für circa vier Millionen Euro wurde die Oberkonstruktion der Brücke auf Vordermann gebracht.
Bei den Arbeiten wurde nicht nur die Fahrbahnabdichtung erneuert und auf 16.500 Quadratmetern eine frische Asphaltdecke verlegt. Wie Mäusezahl betont, wurden auch neue Geländer installiert. Gleiches gilt für die Schutzplanken, die nun modernere Kriterien erfüllen. Sie sind nicht nur massiver gebaut als ihre Vorgänger, sondern auch 105 statt nur 75 Zentimeter hoch.

Ein ganz wichtiger Punkt betraf bei den Sanierungsarbeiten schließlich die sogenannten Fahrbahnübergänge an den beiden Brückenenden. Darunter versteht man Dehnungsfugen, die mit Stahlplatten überbrückt sind. Die Fugen gleichen die Schwankungen aus, die bei einem so hohen Bauwerk normal sind. „Im Winter zieht sich die Brücke zusammen, im Sommer weitet sie sich wieder“, sagt der Teamleiter der Brückenbauabteilung im Autobahnamt Montabaur. Weil die 37 Jahre alten Fahrbahnübergänge beispielsweise durch den Einsatz von Streusalz im Laufe der Zeit gelitten haben, wurden sie erneuert. „Die jetzt angewendete Technik hat den Vorteil, dass an den Fahrbahnübergängen kein Wasser mehr in die Widerlager der Brücke eindringen kann“, erklärt Thomas Mäusezahl.

Bis auf kleinere Restarbeiten – zum Beispiel fehlen noch die Markierungsstreifen – sind die Arbeiten auf der Lösterbachtalbrücke so gut wie abgeschlossen. Ab heute Montag, 28. November, können die Autofahrer wieder die Brückenseite in Richtung Saarbrücken benutzen. Es wird aber wohl noch bis Ende nächster Woche dauern, bis der Verkehr wieder normal über zwei Spuren je Fahrtrichtung über die A-1-Brücke rollen kann. Nach dem vorgegebenen Zeitplan sind die Bauarbeiten jedoch nicht gelaufen. Das räumt Mäusezahl offen ein. „Vor allem die Winterbaustelle hätten wir uns nicht gewünscht.“ Ursprünglich war vorgesehen, dass von Sommer bis November 2010 im ersten Abschnitt die Brückenseite in Richtung Trier saniert wird. Danach sollte die Baustelle über Winter komplett abgebaut werden, um ab Frühjahr 2011 mit Abschnitt zwei – der Brückenseite Richtung Saarbrücken – weiterzumachen. Allerdings, so Mäusezahl, „hat sich die beauftragte Firma Zeit gelassen, worauf wir als Behörde nur bedingt Einflussmöglichkeiten haben.“ Die Fertigstellung von Bauabschnitt eins verzögerte sich. Durch den frühen Frost und Schnee gerieten die Arbeiten Ende 2010 dann komplett ins Stocken, sodass die Baustelle in Fahrtrichtung Trier über den Winter bestehen blieb.

„Die restlichen Arbeiten konnten dort erst zwischen März und Mai 2011 erledigt werden, und danach wurde direkt auf die Brückenseite Richtung Saarbrücken gewechselt“, so Mäusezahl. Größere Probleme oder Verkehrsbehinderungen hätten sich dadurch aber nicht ergeben, erklärt Walter Druckenmüller, Leiter der Autobahnmeisterei Schweich, nach einer Anfrage unserer Zeitung. Es habe während der ganzen Zeit keine nennenswerten Unfälle im Baustellenbereich gegeben. Auch Staus waren laut Druckenmüller selten – so nach der von Tausenden Zuschauern besuchten Rallye-WM-Wertungsprüfung in Hermeskeil im August 2011.

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