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Ab 1. Juli Preis-Obergrenzen für mobiles Internet im EU-Ausland

Für das Internet-Surfen im europäischen Ausland gibt es ab Juli Obergrenzen. Ein Megabyte darf dann nicht mehr als 70 Cent kosten. Die Kosten für Anrufe ins und aus dem Ausland sinken weiter, zudem die Gebühren für den SMS-Versand. Darauf haben sich Vertreter von Europaparlament, EU-Ländern und EU-Kommission geeinigt. Der Kompromiss muss noch formell verabschiedet werden.

Der Versand einer SMS aus dem europäischen Ausland darf Handynutzer demnächst maximal 9 Cent kosten. Für abgehende Telefonate werden 29 Cent pro Minute fällig, für eingehende Anrufe höchstens 8 Cent. Die erlaubten Gebühren sollen weiter sinken: Im Sommer 2014 dürfen die gleichen Leistungen noch 6 Cent, 19 Cent und 5 Cent kosten. Ein Megabyte an Daten darf dann noch mit 20 Cent zu Buche schlagen. Hinzu kommt jeweils noch die Mehrwertsteuer.

Ab 2014 müssen die Telekommunikationsfirmen den Markt zudem für neue Leistungen öffnen. So können «virtuelle Anbieter» - ohne eigenes Netz - spezielle Tarife für Urlaubs- oder Geschäftsreisen anbieten. Ein solches Angebot könnten zum Beispiel Lebensmittel-Discounter machen, erklärte Angelika Niebler (CSU), die die Verhandlungen im Auftrag des Europaparlaments leitete. Reisebüros könnten im Paket mit dem Urlaub auch gleich einen Telefon- und Datentarif anbieten. Ihre gewohnte Nummer sollen Kunden dabei beibehalten können.

Seit 2007 setzt die EU Preis-Obergrenzen beim Roaming , also dem Telefonieren im Ausland. EU-Kommission und Politik begründen ihr Eingreifen mit Verweis auf mangelnde Konkurrenz der Telekom-Anbieter untereinander. Kunden zahlten daher immer noch zu viel.

© WhatsBroadcast
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