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Abitur: Kommende Woche stehen mündliche Prüfungen an

Saarbrücken. 3217 Schüler legen derzeit ihr Abitur im Saarland ab: Ab kommenden Dienstag (15. Juni) gehen sie in den Endspurt, dann stehen die mündlichen Prüfungen an. Ein mündlicher Test von 20 Minuten ist dabei Pflicht. Dies ist für viele mit mehr oder weniger ausgeprägten Prüfungsängsten verbunden, schließlich hängt davon nicht selten eine Zulassung für das Wunschstudium oder eben das Erreichen des Abiturs selbst ab.

Christa Büch vom Schulpsychologischen Dienst in der Landeshauptstadt Saarbrücken sieht das Phänomen Prüfungsangst differenziert: „Im Grunde ist es normal, Befürchtungen und Ängste vor Prüfungen zu haben.“ Es komme allerdings auf das Ausmaß an. Im günstigen Falle wirken sich Anforderungsdruck und Befürchtungen jedoch positiv auf die Leistungen aus. Im ungünstigsten Fall trifft das Gegenteil ein. Einige Schüler seien ohnehin schon sozial ängstlich und trauten sich wenig zu. Besonders gefährdet seien aber auch Perfektionisten.

Und was können die Pennäler dagegen tun? „Es ist zunächst einmal wichtig, sich gut vorzubereiten“, betont Büch. Viele Jugendliche würden dazu neigen, vor der Situation zu fliehen, und sich mit anderen Dingen zu beschäftigen. Sinnvoll sei es, eigene Mitschriften anzufertigen und sich von Misserfolgserwartungen frei zu machen, indem man sich selbst Zuversicht zuspricht. Bei Blockaden in der Prüfung selbst empfiehlt Büch, sich die Frage wiederholen zu lassen und tief durchzuatmen. Auch Eltern und Lehrer können ihren Teil dazu beitragen, indem sie dem Kind Mut zusprechen, die Situation aber nicht banalisieren. „Kinder müssen wissen, dass beim Scheitern nicht die Welt untergeht“, erklärt die Psychologin. Lehrer entschärfen die Situation außerdem, indem sie ihren Schülern die Möglichkeit geben, sich auf die Prüfungssituation einzustellen, das heißt, ihnen sagen, was auf sie zukommt. In der Prüfungssituation selbst sollten sie den Jugendlichen Tipps bei Lösungsproblemen geben. Darin sieht Büch prinzipiell kein Problem, „denn die Prüfer leiden oft selbst mit“.

Körperliche Fitness wichtig

Aber nicht nur Geist und Seele, sondern auch der Körper sollte fit für die Prüfung sein. Daher empfiehlt die Ernährungswissenschaftlerin Susanne Reinert-Müller aus Saarbrücken vor allem, reichlich Mineralwasser mit viel Magnesium zu trinken, da die Leistungsfähigkeit stark von der Flüssigkeitszufuhr abhänge. Auch Tee und Koffein in Maßen seien vor der Prüfung hilfreich. Obst und Gemüse (zum Beispiel Bananen) seien geeignete Lebensmittel, um fit in eine mündliche Prüfung zu gehen. Ungeeignet dagegen sei alles Fette und Schwere sowie Alkohol, so die Expertin.


Auf einen Blick
Einige Tipps für die mündliche Prüfung im Überblick: Sich selbst Zielvorgaben machen; eigene Zusammenfassungen anfertigen; Prüfungssituation einüben (Fragen laut formulieren); Mitschüler meiden, die einen nervös machen; einen Tag vor der Prüfung nichts Neues mehr lernen; Katastrophengedanken abschalten („Es muss nicht perfekt sein.“) chr



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