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Abriss beginnt planmäßig: Gebäude 40 an Uni-Klinik macht Platz für zweiten Bauabschnitt der Inneren Medizin

So sieht die neue Innere Medizin aus, die Ende Januar offiziell eröffnet wurde.

So sieht die neue Innere Medizin aus, die Ende Januar offiziell eröffnet wurde.

„Berliner Flughäfen sind für uns kein Maßstab.“ Mit diesem Satz und sichtlich zufrieden kommentierte Professor Bernhard Schick, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums, gestern den planmäßigen Beginn des Abrisses von Gebäude 40. Der Bau muss weichen, damit die neue Innere Medizin mit ihrem zweiten Bauabschnitt komplettiert werden kann. Das Baufeld freiräumen - so nennt sich das im Fachjargon. Konkret wird in den kommenden vier Wochen mit dem Abriss des 31 Meter hohen Altbaus die Voraussetzung geschaffen, um bis zum Jahr 2018 alle Kliniken der Inneren Medizin des UKS an einem einzigen, modernen Standort zu konzentrieren. Bislang haben im fertiggestellten ersten Bauabschnitt der „IMED“ die Kliniken I und III der Inneren Medizin ihr neues Zuhause.

Dass man mit den Arbeiten im Zeit- und Budgetsoll liege, das freute Schick und Ulrich Kerle, den kaufmännischen Direktor des UKS. Schick: „Das ist heute ein ganz wichtiger Tag, weil wir es schaffen, den zweiten Bauabschnitt zu beginnen.“ In den vergangenen Wochen, ergänzte Kerle, habe man das Altgebäude 40 ausgeräumt und komplett entkernt „und sind jetzt im Abbruch. Die Rohbauarbeiten werden Ende März, Anfang April beginnen“. 65 Prozent der Gesamtbaumaßnahme habe man mit dem ersten Abschnitt der IMED erledigt, „jetzt kommen nochmal 35 Prozent dazu. Die beinhalten zwei Hörsäle, Seminarräume und natürlich die Räumlichkeiten für drei Kliniken “.

Eben diese befänden sich derzeit zu einem wesentlich Teil noch in alter Bausubstanz an unterschiedlichen Standorten im Gelände, „da sitzen die Kliniken in Sachen Räumlichkeiten wirklich auf heißen Kohlen“, skizzierte Schick die aktuelle Lage. Davon unbeeinträchtigt sei aber die Arbeit an den drei Häusern. „Es besteht keine Not an Betten. Und der derzeitige Zustand bedeutet auch nicht, dass die drei für den Umzug anstehenden Kliniken nicht funktionsfähig sind. Mit dem Umzug werden die drei Kliniken aber besser arbeiten können.“ Für Kerle ein nicht minder wichtiger Aspekt: „Die Patienten erwarten, dass hier endlich was passiert.“

Immer wieder ein Thema bei Großprojekten wie dem Neubau der Inneren Medizin am UKS: Die Kosten. Die werden aktuell für die gesamte Baumaßnahme mit 148 Millionen Euro veranschlagt. „Wir sind sicher, dass wir diesen Betrag zielsicher einhalten werden“, so Kerle, „und das ist ein Top-Preis“. Finanziert werde das Projekt zu einem Großteil aus den Kassen des UKS selbst, wie der kaufmännische Direktor verdeutlichte. „Das läuft über Synergie-Effekte. Das bedeutet: Wenn bislang zwölf genutzte Gebäude in einem einzigen zusammengefasst werden, dann hat man Einsparungen. Aus diesen Einsparungen wollen wir die neue IMED finanzieren. Das Land unterstützt uns dabei.“

Unbelastet von diesen Hintergründen ging gestern ein ganz anderer an Werk: Giuseppe Ferraro, Geschäftsführer und Inhaber des gleichnamigen Unternehmens und verantwortlich für den Abriss von Gehäuse 40. Mit einem fast 120 Tonnen schweren Spezialbagger rückten seine Mitarbeiter dem 40 000 Kubikmeter umfassenden Bau fast schon zärtlich zu Leibe. „Wir müssen hier durchaus vorsichtig sein, denn in unmittelbarer Nähe stehen ja Gebäude . Die dürfen natürlich nicht beschädigt werden. Das ist also fast schon ein chirurgischer Eingriff.“

 

Zum Thema:

Auf einen Blick Mit dem Abriss von Gebäude 40 geht der Neubau der Inneren Medizin (IMED) am Universitätsklinikum in die zweite Bauphase. Bis 2018 sollen alle fünf Kliniken der Inneren Medizin am neuen Standort zusammengefasst werden, schon Ende des vergangenen Jahres konnten die Kliniken I und III ihr neues Domizil im ersten Bauabschnitt beziehen. Der gestern begonnene Abriss soll vier Wochen dauern, im März/April soll mit den Rohbauarbeiten am zweiten Bauabschnitt der IMED begonnen werden. thw  

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