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Abzocker spektakulär dingfest gemacht

Symbolfoto.

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Eine Festnahme nahe der Zweibrücker Post in der Rosengartenstraße hat am Samstag um 11.30 Uhr für Aufsehen gesorgt. Mehrere Beamte hatten dabei einen 61-jährigen Deutschen zur Strecke gebracht. Wie der stellvertretende Zweibrücker Inspektionsleiter Michael Hummel auf Anfrage erklärte, habe die saarländische Polizei nach dem Mann gefahndet, von dem sie gewusst habe, dass er sich manchmal in Zweibrücken aufhält. Die hiesigen Kollegen seien in dem Fall um Mithilfe gebeten worden. Der Mann war europaweit zur Fahndung ausgeschrieben und im Visier der Saarbrücker Staatsanwaltschaft und der polizeilichen Zielfahndung.

Georg Himbert , der saarländische Polizeisprecher, sagte auf Anfrage unserer Zeitung, der Mann sei zwar in Frankreich gemeldet, habe sich dort aber nur selten aufgehalten. Die französischen Kollegen hätten ihn dort nicht angetroffen, allerdings sei bekannt gewesen, dass er sich auch im Elsass, der Schweiz und Österreich – und seit Anfang 2016 auch immer wieder in Zweibrücken aufhalte. Himbert: „Daher hat man ausgemacht, dass sich die Zweibrücker Polizei meldet, wenn er dort auftaucht.“ Das sei am Samstag gegen 11.15 Uhr der Fall gewesen. Etwa eine Viertelstunde später sei er von den Kollegen kontrolliert und dann festgenommen worden. Er sitzt jetzt im Saarbrücker Gefängnis. Was hat der Mann verbrochen? Laut Christoph Rebmann, Sprecher der Saarbrücker Staatsanwaltschaft, war er vor Jahren unentschuldigt nicht zu einer Gerichtsverhandlung erschienen. In dieser Sache ist er des Betruges in zwei Fällen vor dem Saarbrücker Arbeitsgericht angeklagt. Zum Vorwurf gemacht wird ihm laut Rebmann einmal, dass er am 9. Dezember 2010 bei einem Autohaus einen Kaufvertrag über einen Mercedes-Transporter Viano, Modell Marco Polo , mit Sonderausstattungen für über 60 000 Euro unterschrieben hatte. Das Autohaus glaubte, einen wohlhabenden, zuverlässigen Käufer vor sich zu haben und stellte über eine Verleihfirma bis März 2011 zur Überbrückung gratis einen Mercedes-B-Klasse bereit, inklusive 9000 Freikilometern. Dann wünschte er für das bestellte Auto immer mehr Extras für 15 000 Euro und fuhr auf Kosten des Autohauses weiter den Leihwagen – auch unter Drohung, sonst vom Vertrag zurückzutreten. Am Ende erklärte er, den bestellten Transporter doch nicht zu kaufen und prellte das Autohaus um Mietwagenkosten von rund 3700 Euro bis zum 20. Oktober 2011. Nur elf Tage später wandte er die gleiche Masche bei einem anderen Saarbrücker Autohaus an. Dort gaukelte er Interesse für einen Fiat Qubo Trekking (Preis: 18 290 Euro) vor, unterschrieb einen Vertrag und mietete unter Vortäuschung seiner Zahlungsfähigkeit und -willigkeit einen Fiat Qubo für rund 300 Euro pro Monat. Er fuhr das Auto bis Februar 2012, nahm dann weder den bestellten Wagen ab, noch zahlte er die fälligen über 900 Euro für den Mietwagen. Am 1. März 2012 gab er es so stark beschädigt zurück, dass noch eine Reparatur über 9450 Euro fällig wurde.

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