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„Ärzte ohne Grenzen“ auf Saarbrücker Landwehrplatz

Eine Ahnung vom Leben in einem Flüchtlingslager sollen Besucher des Landwehrplatzes bekommen.

Eine Ahnung vom Leben in einem Flüchtlingslager sollen Besucher des Landwehrplatzes bekommen.

Dort hat „Ärzte ohne Grenzen“ ein Flüchtlingslager aufgebaut – mit einer Cholerastation, Schlafzelten, Latrinen, einer Nahrungsmittel- und Trinkwasserstation, mit einem improvisierten Notfall-„Krankenhaus“ und Beratungszelten. Anders als die echten Flüchtlingslager in den Krisengebieten hat das in Saarbrücken einen Schirmherrn: den Schauspieler Gedeon Burkhard, unter anderem bekannt geworden durch seine Rolle in der Fernsehserie „Kommissar Rex“.

Er wolle gar nicht so tun, als habe er wirklich eine Ahnung von dem, was in den Flüchtlingslagern passiert, sagte Gedeon Burkhard am Freitag bei der Eröffnung des Lagers. Ärzte „verdienen von Haus aus Bewunderung“, erklärte er. Ärzte, Krankenschwestern und technische Helfer der „Ärzte ohne Grenzen“ , die „ihr Leben, Karrieren, Beziehungen aufs Spiel setzen, um an Orte zu fahren, an denen wir eilig unserer Urlaube stornieren“, seien „Helden“.


Mit Medizin, mit Leidenschaft – und auch mit Keksen. Keksen, die „nicht gerade das Beste“ sind, aber wohl ausreichend in der Not, wie Nina Gross findet. Die Zwölfjährige ist Schülerin der Saarbrücker Marienschule und war gestern mit ihrer Klasse im Flüchtlingslager auf dem Landwehrplatz. Wie Krankenschwester Heidi Lehnen das alles erklärt, findet sie „sehr lehrreich“. „Richtig toll gemacht“, wie ihr Klassenkamerad Jonathan Maronde ergänzt. Und doch bekomme man nur eine Ahnung von der grausamen Wirklichkeit. „Es ist kaum vorstellbar, wie das in echt ist mit diesen Zelten und Plumpsklos“, sagt Marienschülerin Angelina Huyras. Die Kekse sind echt. Und die dürfen die Jungs und Mädchen von der Marienschule kosten – wie jeder, der sich das Camp anschaut.

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