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Airbag-Diebe nerven Homburger Polizei

Nachfragen bei der Homburger Polizei ergaben, dass es sich vermutlich um Banden handelt, sich ganz gezielt auf Airbags aus sind. Es gebe, so der Homburger Kriminaldienst, einen beachtlichen Absatzmarkt in Osteuropa für Unfallfahrzeuge, die wieder zusammengebaut und für einen Bruchteil des Preises weiterverkauft werden. Hierfür benötige man auch Airbags, die von organisierten Banden aus Neuwagen entwendet würden. Die Banden, so die Kripo weiter, seien technisch sehr versiert und fähig, in kürzester Zeit die Airbags auszubauen. Da es sich bei diesen organisierten Diebstählen um ein bundesweites Phänomen handele, habe das Landeskriminalamt die Ermittlungen übernommen. Eine Spur habe man noch nicht, derzeit werde überprüft, ob die Einbruche in die jeweiligen Autohäuser in Bruchhof und in Bexbach zeitgleich oder nacheinander erfolgten.

Die Kripo wisse noch nicht, „ob es dieselbe Bande war oder ob zwei unterschiedliche Teams parallel arbeiten“. Im übrigen trifft es das Bexbacher Autohaus zum wiederholten Mal. Ein großer Coup gelang dort den Dieben bereits zum Jahreswechsel 2007, als über Silvester 20 fabrikneue Geländewagen aufgebrochen und alle Airbags gestohlen worden waren.

Polizei und Experten rätselten damals über die Motive der Diebe. Schon 2007 reichten die Vermutungen vom Auftreten einer organisierten Bande aus Osteuropa, die die Airbags als Ersatzteile verkauft, bis hin zur Möglichkeit des gezielten Diebstahls der Airbags wegen des darin enthaltenen Sprengstoffs. Auf Nachfrage hatte Georg Kracke, Technik-Leiter der deutschen Subaru-Niederlassung, einen anderen Verdacht: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Diebe die Airbags in den kommenden fünf Jahren loskriegen. Ich denke eher, dass Vandalen die Airbags ausgebaut haben, weil die sich sehr gut sprengen lassen, und sie diese im Internet verkaufen wollen“. In den Airbags werden Sprengstoffe wie Silizium oder Stoffe wie Triacetone triperoxide (TATP) benutzt, um den Airbag im Sekundenbruchteil auszulösen. Dieser Sprengstoff, der öfter von Kriminellen eingesetzt wurde, explodiert, ohne Flammen zu entwickeln. Etwa 200 Gramm Sprengmaterial können in einem Airbag sein. red/maa

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