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Alkohol im Bus: So denken die Saarbrücker

„Am Wochenende kommen Jugendliche aus der Stadt und sitzen betrunken im Bus. Ich fände es in Ordnung, wenn die Busfahrer Order hätten, solche Leute mit Bußgeld zu belangen“, sagt Silke Lehnert aus Dudweiler gegenüber unserer Zeitung. Die 29-Jährige und ihr fünfjähriger Sohn Leon fahren regelmäßig Bus. Fahrgast Theresa Linz aus Dudweiler fährt jeden Freitag nach Dudweiler-Süd. „Jugendliche starten ihre Trinkgelage ja nicht nur im Bus, man kann das überall beobachten“, so die 49-Jährige. Doch der Bus sei der letzte Ort, an dem man Bierflaschen erlauben sollte. „Der Anblick von einem Typ mit einer Bierflasche gehört in die Kneipe. Das sieht im Bus aus, als wenn man ein Penner wäre“, tut Riza Tasci aus Saarbrücken kund. Der 17-Jährige hat mit Alkohol nichts am Hut und hätte im Nahverkehr gerne seine Ruhe vor pöbelnden Saufkumpanen.

„Die reißen ihre Flaschen während der Fahrt auf der Rückbank auf, erst dann kannst du was sagen“, erzählt Michael Speicher. Den 35-Jährigen trifft man als Fahrer der Linie 102 auch nachts an. „Da kann ich genug erzählen. Eine Nachtlinie hat es nicht leicht, die übergeben sich in den Bus, und einen Fahrer haben sie auch schon zusammengeschlagen“, berichtet Speicher. Essen und Trinken seien im öffentlichen Verkehrsmittel teils verboten. „Bei einer Brezel sagt ja keiner was, aber Kebab oder Rostwurst gehen gar nicht“, informiert Falk Baudy. Doch für Kinder schlägt unter Busfahrern ein gutes Herz: „Wenn die Kinder aus der Schule kommen, sagt niemand was gegen ein Brötchen. Viele haben ihre eigenen Plastikflaschen dabei, das ist okay, solange nichts liegen bleibt“, meint Schulbusfahrer Baudy. „Das sehen wir bei Kindern nicht so eng, es ist ja fast alles verboten“, fügt Kollege Schmitt hinzu.

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