A8 Saarlouis - Neunkirchen zwischen Dillingen-Süd und Schwalbach in beiden Richtungen Tagesbaustelle, Leitplankenerneuerung, bis 11.08.2018 (06:09)

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Als es im Neunkircher Zoo ein Delfinarium gab

Lang hat es das Delfinarium also nicht gegeben. Die Bauarbeiten, so erzählt Backes, hatten Anfang 1978 begonnen, Eröffnung war an Ostern. Bauherr und Besitzer Arthur Frank kam mit seinen Delfinen aus dem Zoo in Landau. Frank, auch früherer Besitzer des Safari-Parks in Großgerau, war alleiniger Betreiber des Delfinariums. Der Zoo hatte also nur den Platz zur Verfügung gestellt. Für den damaligen Direktor Berthold Günther eine Chance, die Attraktivität des Neunkircher Tiergartens zu erhöhen.

450 Sitzplätze gab es in der großen Traglufthalle, ein zwölf mal acht mal 2,50 Meter großes Becken für die Delfine und ein kleineres für den Seelöwen der Show. 1979 kam noch ein kleines Isolier- und Absperrbecken dazu. Laut Backes betrug der Salzgehalt 2,1 Prozent. Die Show – das waren drei Delfine, Seelöwen und Schimpanse Sabine. „Es war ein tolles Programm und ich besuchte als zehnjähriger Junge unzählige Vorstellungen“, erinnert sich Backes. Vor jeder Show sei die Titelmelodie der Fernsehserie „Flipper“ erklungen. Erst kamen die drei Delfine – Lolita, Pinocchio und Waltesito – dann Sabine. Mit Trainer Roland Duss machte sie die Wilhelm-Tell-Nummer. Doch zum Abschuss des Apfels durch Duss kam es nie. Die Schimpansin nahm ihn, biss hinein und zeigte Duss den Vogel. „Das Publikum gab einen Riesenapplaus“, weiß Backes noch. Familie Duss war im Übrigen als Tiertrainerfamilie bekannt, hatte unter anderem die Seelöwen für die Fernsehserie „Hallo Robbie“ trainiert. Ein Wiedersehen mit Duss hatten die Zoomitarbeiter am 12. Juni 2013. Duss war mit dem Zirkus Krone in Neunkirchen und schwelgte mit ihnen in Erinnerungen. Auch Fritsch erinnert sich an den gemeinsamen Zoorundgang und seine Einladung gemeinsam mit Backes zum Seelöwenschwimmen.

Die ersten drei „Neunkircher“ Delfine starben durch Infektionen, Besitzer Frank kaufte drei neue – Olli, Taiji und Blecky. Stolze 3,10 Meter war der größte, soll, so Backes, angeblich der größte Delfin in der der Bundesrepublik gewesen sein. Jedes der Tiere, die aus Japan kamen, kostete inklusive Transport damals 60 000 Mark. Tscheche Ladislav Simacek wurde Trainer bis zur Schließung des Delfinariums nur kanpp ein Jahr nach der Eröffnung. Delfine hat es seitdem im Zoo nicht mehr gegeben. 

Auf einen Blick

Ein Besuch im Neunkircher Zoo ist zurzeit täglich von 8.30 bis 18 Uhr möglich. Letzter Einlass ist um 17 Uhr. Eintrittspreise und alles weitere auf der Internet-Seite des Zoos:

 

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