A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis zwischen Saarbrücken-Güdingen und Saarbrücken-Gersweiler Nachtbaustelle auf dem linken Fahrstreifen, linker Fahrstreifen blockiert, von 16.10.2018 21:00 Uhr bis 17.10.2018 04:30 Uhr (16.10.2018, 20:53)

A620

Priorität: Normal

11°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
11°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Auf geht's: Die "Stunde der Wahrheit" für Löws Jungs naht!

  «Man merkt auch bei den Spielern, dass sie jetzt in den Wettkampf wollen», erklärte der Bundestrainer vor der «Stunde der Wahrheit», wie Teammanager Oliver Bierhoff die Partie gegen die defensivstarken «Socceroos» einordnete. «Das viele Lob muss jetzt bewiesen werden», betonte der ehemalige DFB-Kapitän.

Mit rund 90-minütiger Verspätung war  die DFB-Auswahl am Samstag an ihrem ersten WM-Spielort in Durban gelandet. Die Charter-Maschine mit Trainern, Spielern und Betreuern landete erst gegen 13.00 Uhr in der Großstadt an der Ostküste. Ursprünglich sollte das deutsche Team bereits vor 12.00 Uhr in Durban eintreffen, aber der Abflug aus Pretoria hatte sich verzögert, weil das Flugzeug dort nicht rechtzeitig eingetroffen war.

Bundestrainer sieht sich und sein Team bestens gewappnet

«Die Anspannung wird jetzt immer weiter steigen», kündigte Bierhoff dem teilweise jungen und turnier-unerfahrenen Personal noch aufregende Stunden bis zum Anpfiff im Moses Mabidha Stadium von Durban an. Der Bundestrainer sieht sich und sein Team bestens gewappnet für das 50. Länderspiel unter seiner Leitung. «Wir haben alles getan in der Vorbereitung», sagte Löw vor dem Abschlusstraining  am Abend «Wir können mit einem guten Gefühl in die WM gehen.» Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel schickte beste Wünsche und setzte das Nationalteam mit einem 2:0-Siegtipp für die erste Partie noch ein Stück mehr unter Druck.

Nach den bitteren Verletzungsausfällen im Vorfeld der WM ist der komplette Kader von 23 Akteuren fit und einsatzbereit. «Alle Spieler haben extrem hart gearbeitet», lobte Löw den Einsatz seiner Mannen in den vielen Trainingseinheiten seit der Zusammenkunft am 12. Mai. «Alle wollen zeigen, was sie können», bemerkte der Bundestrainer.

"Wir sind froh, dass endlich auch unsere Auftaktpartie ansteht"

Das bestätigte Kapitän Philipp Lahm: «Wir sind froh, dass endlich auch unsere Auftaktpartie ansteht. Darauf haben wir hingefiebert», sagte der Münchner, der fast schon euphorisch von der besten deutschen Nationalmannschaft sprach, seitdem er selbst dazugehört.

«Das soll ausdrücken, dass er großes Selbstbewusstsein hat», kommentierte Bierhoff die mutige Lahm-Aussage, die auch Stimmung und Erwartungen vor allem bei der U 21-Europameister-Fraktion der Neuer, Özil und Co. widerspiegelt. Ob die jugendliche Unbekümmertheit, die Frische und der propagierte Optimismus im Konzert der Weltbesten tatsächlich schon die Unerfahrenheit des durchschnittlich knapp 25-jährigen Kaders ausgleichen können, muss sich schon gegen die robusten Australier zeigen. «Wir haben nicht viel Zeit, wir müssen die Leistungen jetzt abrufen. Gerade das Auftaktspiel ist für unsere junge Mannschaft eine harte Sache», mahnte Bierhoff.

Den Extremdruck eines großen Turniers, der mit einem Finale der U 21-EM nicht zu vergleichen ist, werden die Spieler mehr und mehr spüren. «Jetzt geht's auf, Kofferpacken, ein Flug, ein neues Hotel, ein neues Stadion - dieser Bruch ist immer ganz gut», beschrieb Bierhoff die Stunden vor dem Start. Nach dem letzten Training will Löw in Einzelgesprächen nach und nach die Geheimnisse um die Startelf lüften, die eigentlich auch für die Akteure selbst keine großen Überraschungen mehr sein können.

Eingehende Vide-Analyse

Der Bundestrainer wird in Durban höchstwahrscheinlich jene Elf aufbieten, die schon bei der Generalprobe gegen Bosnien-Herzegowina (3:1) erste Wahl war: Neuer - Lahm, Mertesacker, Friedrich, Badstuber - Khedira, Schweinsteiger - Trochowski, Özil, Podolski - Klose. Im rechten offensiven Mittelfeld ist noch am ehesten ein Wechsel möglich, falls sich Löw doch noch für den aufstrebenden Münchner Youngster Thomas Müller und gegen den Hamburger Piotr Trochowski entscheidet. «Die Atmosphäre ist gut. Aber man merkt, dass keiner dem anderen etwas schenkt», beschrieb Bierhoff das Binnenklima vor dem Start.

Gegen die Australier müssen sich die Fans in der Heimat, die auf ein ähnlich stimmungsvolles Fest wie 2006 in Deutschland hoffen, aber wohl auch auf Geduld einstellen. Lahm & Co. analysierten den Gegner nochmals intensiv auf Videos. «Da haben wir gesehen, wie stark die Australier sind. Sie haben in den letzten 27 Spielen 17 mal zu Null gespielt. Das zeigt, wie konsequent sie in der Abwehr sind, wie hart sie zur Sache gehen», berichtete der Teammanager.

Deutsche Team vom Auftaktsieg überzeugt

Das deutsche Team ist vom Auftaktsieg überzeugt, Zusammenhalt wird gepredigt und auch nach außen dokumentiert. Spieler, Trainer und Betreuer tragen als Zeichen des Aufbruchs ein schwarz-rot-goldenes Glücksband am Arm. «Wir haben eine spielstarke Mannschaft, die Chancen kreieren kann. Wir haben mehr Spieler, die sich im Eins-gegen-Eins durchsetzen können, die technisch und taktisch gut sind», betonte Lahm. Der Beweis muss nun folgen.

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein