A8 Luxemburg Richtung Saarlouis Dreieck Saarlouis Vollsperrung in Richtung A8 Dillingen-Süd, Bauarbeiten, Dauer: 18.05.2018 18:00 Uhr bis 22.05.2018 05:00 Uhr (18.05.2018, 06:54)

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Betrunkener (22) verirrt sich in Zweibrücker Parkhaus

Ein Parkhaus hat so seine Tücken. Oft ist es eng und dunkel und stellt bereits für Fahrer in nüchternem Zustand gewisse Anforderungen. Doch wenn jemand fast 1,99 Promille innehat, wird das Parkhaus schnell zum Labyrinth. So geschehen bei einem 22-jährigen Zweibrücker, der sich gestern wegen einer Trunkenheitsfahrt vor dem Amtsgericht in Zweibrücken verantworten musste.

Er wollte gemeinsam mit einem Freund vergangenen Dezember kurz nach 14 Uhr das Parkhaus in der Zweibrücker Bleicherstraße verlassen. Die beiden machten bereits beim Einstieg in ihr Fahrzeug einen solchen Lärm, dass eine Zeugin auf sie aufmerksam wurde. „Sie waren oberhalb des vierten Parkdecks“, erinnerte sich die 44-Jährige, die dann das Auto die Ausfahrt herunterkommen sah. Dabei sei der Wagen mehrmals mit den Eisenstangen am Fahrbahnrand kollidiert. Vor der Schranke stoppte der BMW dann: Der Parkschein war noch nicht bezahlt. Der Angeklagte soll daraufhin den Rückwärtsgang eingelegt haben. „Er kam mit vollem Karacho auf mich zu“, schilderte die Zeugin den weiteren Verlauf. Sie sei ausgewichen und habe das Parkhaus verlassen, um die Polizei zu alarmieren.

Als die Beamten vor Ort nach den Besitzern des BMW suchten, waren diese nicht aufzufinden. Der 22-Jährige war inzwischen zu seiner Mutter geflüchtet, wo er von der Polizei später gefunden wurde. Im Haus war auch der Mitfahrer, der gestern vor Gericht von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch machte. Auch der Angeklagte, der gegen einen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft inzwischen Widerspruch eingelegt hatte, äußerte sich nicht. Durch das Nachbohren des Vertreters der Staatsanwaltschaft, Oberamtsanwalt Karl Otto Benoit, gab der Mitfahrer schließlich zu, im Auto gesessen zu haben. Er selbst sei aber nicht gefahren, da er schließlich keinen Führerschein besitze. Somit war klar, dass eigentlich nur der Angeklagte am Steuer gesessen haben kann.

Von dieser Aussage beeindruckt, zog schließlich der 22-Jährige seinen Widerspruch zurück. Der nun in Kraft getretene Strafbefehl sieht ein Fahrverbot von zehn Monaten und eine Geldstrafe von 1200 Euro für den Angeklagten vor. nob
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