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Bissige Völklinger Bulldogge soll in die Hundeschule

Ein American Bulldog (hier auf einer Ausstellung) kann eine Größe von über 60 Zentimetern und ein Gewicht von über 60 Kilo erreichen. Bei dieser Rasse hängt, sagen Experten, viel von einer konsequenten Erziehung ab. Foto: Robert Schlesinger/dpa

Ein American Bulldog (hier auf einer Ausstellung) kann eine Größe von über 60 Zentimetern und ein Gewicht von über 60 Kilo erreichen. Bei dieser Rasse hängt, sagen Experten, viel von einer konsequenten Erziehung ab. Foto: Robert Schlesinger/dpa

„Kann man jetzt wieder sicher auf der Röchlinghöhe spazieren gehen?“ Solche Leserfragen erreichten unsere Zeitung, nachdem am 3. Februar eine Beiß-Attacke Schlagzeilen machte: Zwei Hunde waren aus einem Hausgarten in den Wald entwichen und hatten einen von einer 74-jährigen Frau begleiteten Foxterrier dermaßen zerfleischt, dass er eingeschläfert werden musste..

Als die Polizei ihre Arbeit erledigt hatte, hat sie – wie in solchen Fällen üblich – das Völklinger Ordnungsamt informiert. Wir haben nachgefragt, was unternommen wurde. Die Antwort lautet, es seien bereits Maßnahmen mit Auflagen wie Ausbruchsicherheit, genereller Leinen- und Maulkorbzwang getroffen worden. Ausbruchsicher müsste da auch der Zaun werden, unter dem sich die Tiere laut Polizeibericht hindurch gegraben hatten.

Des weiteren, so die Auskunft des Amtes, habe sich die Halterin der Hunde „sehr einsichtig und kooperativ“ gezeigt. Das jüngere der beiden Tiere – es handelt sich hier um einen Boxerwelpen – sei bereits in andere Hände außerhalb Völklingens vermittelt worden. Die Halterin habe auch angegeben, zur Sozialisierung des älteren Hundes, dies ist ein American Bulldog, eine Hundeschule besuchen zu wollen.

Wir haben auch wegen weiterer Fälle nachgefragt. „Jogger am Saarleinpfad von Hund gebissen“, hieß es am 11. Januar. Damals hatte laut Polizei ein Mann seine Dogge zur Verrichtung ihrer Notdurft von der Leine befreit. Der Hund biss darauf einem 23-jährigen Wadgasser in den Arm. „Der Hundehalter wurde verwarnt und eindringlich auf die Vorschriften hingewiesen, die zu beachten sind“, berichtet das Ordnungsamt.

Ein Blick weiter zurück: „Hund verletzt Spaziergänger in Stadionstraße“, hieß es am 20. März 2015. Damals war ein 52-jähriger Völklinger beim Spazieren mit seinem Hund in der Stadionstraße von einem Bulldoggen-Mischling ins Bein gebissen worden. Auch sein Hund wurde verletzt.

Das angreifende Tier hatte sich laut Polizei von der Leine seines jugendlichen Führers gerissen. Der junge Mann entfernte sich nach der Attacke zusammen mit dem Tier. Der Halter konnte mit Hilfe von Zeugen ermittelt werden. Den jungen Mann erwartete damals laut Polizei ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung. Ansonsten „wurden Auflagen wie Ausbruchsicherheit sowie genereller Leinen- und Maulkorbzwang getroffen“, ist in den Akten notiert.

Die Amts-Statistik weist für das Jahr 2015 insgesamt elf so genannte Beißvorfälle in Völklingen aus. Es gab Auflagen wie Ausbruchsicherheit und generellen Leinenzwang sowie je nach Fall zusätzlichem Maulkorbzwang. Bei Nichteinhalten seien Zwangsmaßnahmen wie Zwangsgeld angedroht worden.

In Völklingen sind rund 2400 Hunde zur Steuer angemeldet. Kampfhundrassen wie American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier oder American Pit Bull Terrier tauchen aber zumindest offiziell nicht auf. Zur Zeit bestehe kein Fall einer erlaubnispflichtigen Hundehaltung nach der Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden im Saarland, teilte das Ordnungsamt mit. Und es gebe auch keinen Fall eines anderen als gefährlich eingestuften Hundes anderer Rassen und oder Mischlings.

Zum Thema:

Grundsätzlich ist jeder Halter voll für das Verhalten seines Hundes verantwortlich. Die betreffende Völklinger Polizeiverordnung sagt unter anderem: „Hunde dürfen nicht ohne Aufsicht frei herumlaufen.“ In öffentlichen Straßen und Anlagen seien sie an der Leine zu führen. Wer Hunde mit sich führe, habe dafür zu sorgen, das keiner gefährdet werde. er

© WhatsBroadcast
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