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Bundespolizei Bexbach griffim vergangenen Jahr 240 junge Flüchtlinge auf

„Wir haben den Anspruch, die Fahndungspolizei zu sein, erfolgreich umgesetzt.“ Peter Fuchs, Chef der Bundespolizeiinspektion Bexbach, die für das Saarland zuständig ist, ist mit der Bilanz seiner Dienststelle für 2013 zufrieden. Exakt 1597 Erfolge bei Fahndungen nach Personen (2012: 1540) sind in der Statistik aufgelistet. Dazu zählen etwa die Vollstreckung von 213 Haftbefehlen. Andere Fälle galten Vermissten oder Ausschreibungen zur Ermittlung der Aufenthaltsorte. Der dickste Fisch ging den Bundespolizisten 2013 im Bereich des Saarbrücker Hauptbahnhofs ins Netz: Ein Bulgare, der in seiner Heimat wegen Mordes gesucht wurde.

Insgesamt haben die 265 Beamten der Bexbacher Inspektion, zu der die Reviere am Saarbrücker Flughafen, am Eurobahnhof, am Autobahngrenzübergang Goldene Bremm und in Perl zählen, im vorigen Jahr 52.775 Personen überprüft. Bis zu 30 Kilometer von der Landesgrenze entfernt benötigen sie für diese Kontrollen keinen konkreten Anlass.

Eine Steigerung um 4,4 Prozent oder 33 Personen auf 778 Ausländer registriert die Inspektion bei unerlaubten Einreisen. (Siehe Grafik.) 699 davon wurden in Zügen aus Frankreich und im Bereich des Hauptbahnhofs festgestellt, 68 am Autobahngrenzübergang und elf im Bereich des Reviers Perl. Fuchs: „Wir greifen diese Menschen auf, um ihnen aus der Illegalität zu helfen. Würden sie weiter in der Illegalität bleiben, wären sie gezwungen, ihren Lebensunterhalt etwa durch Schwarzarbeit oder Prostitution zu verdienen.“ 473 der Betroffenen beantragten dann Asyl in Deutschland.

 Von den 778 illegal Eingereisten waren, so Inspektionsleiter Fuchs, 240 Jugendliche unter 18 Jahren. Darunter 155 Afghanen, 17 Syrer und 16 Marokkaner. 35 der Jugendliche waren 14 Jahre oder jünger. 42 waren 15 Jahre, 107 gerade 16 Jahre und weitere 56 im Alter von 17 Jahren. Die alleinreisenden Minderjährigen wurden von den Bundespolizisten zur Betreuung ins Clearinghaus des Diakonischen Werkes nach Völklingen gebracht.


Große Sorge bereitet den Bundespolizisten die steigende Gewaltbereitschaft. 171 Körperverletzungen registrierten sie 2013. Im Vorjahr waren es 118 Fälle. „Das Ausmaß der Gewalt ist beängstigend“, sagt Fuchs und erinnert an den Behinderten, der im Neunkircher Bahnhof von Jugendlichen brutal niedergeschlagen wurde.

 
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