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Calypso-Bad kostet die Stadt pro Jahr Hundert- Tausende

Für die Freien Wähler reagierte Bernd Richter: "Bevor wir über die Zukunft des Calypso entscheiden, wollen wir ein Bäderkonzept und Zahlen. Aber nicht wegen der Betriebskostenzuschüsse. Wir gehen davon aus, dass BBS und ein privater Betreiber etwa dieselben Zuschüsse brauchen. Nein, unsere Frage ist: Wobei macht die Stadt die geringsten Verluste, beim Betrieb oder bei der Schließung. Wir wollen nachrechnen, ob es nicht sinnvoller ist, das Calypso gleich ganz dichtzumachen, bevor wir beim Betrieb des Calypso so viel verlieren, dass es danach allen anderen Bädern an den Kragen geht. Denn wir glauben, das Totobad entspricht eher den finanziellen Möglichkeiten der Durchschnittsbürger."

SPD-Fraktionschef Ralf Latz ist nicht prinzipiell dagegen, alle Saarbrücker Bäder in die Regie einer zentralen Instanz zu übertragen. Er fragt sich allerdings, ob das unbedingt die BBS sein muss. Latz mahnt: "Bereits beim Management der städtischen Bäder gibt es gravierende Mängel." Die BBS betreibe "keinerlei Marketing" und habe kein "Veranstaltungskonzept". Latz kritisiert, dass "der Katastrophendezernent" Borgard zwar seit Jahren ein Bäderkonzept ankündige, aber noch immer nicht vorgelegt habe. 

Daher werde die SPD in der nächsten Stadtratssitzung beantragen, dass die Verwaltung dieses Konzept endlich ausarbeitet. Denn bevor der Rat über die Zukunft des Calypso entscheidet, verlangt Latz "ein tragfähiges Zahlenwerk".

Ähnlich sieht es die FDP-Fraktion. Auch sie beklagt, Borgard sei der Stadt seit vier Jahren ein Bäderkonzept schuldig. Die FDP-Stadtverordnete Ana Isabel Klumpp fordert "Zahlen", die "einen Überblick über die Bäderlandschaft" liefern. Klumpp attestiert Borgard, er nehme "grob fahrlässig voraussichtliche Verluste" in Kauf, wenn er dem Stadtrat empfiehlt, das Calypso an die BBS zu verpachten.

Daraus, so meint Klumpp, könnte man auch schließen, dass Borgard das Totobad dichtmachen will, sobald die BBS das Calypso hat. Falls das Borgards Plan sei, müsse er mit dem Widerstand der FDP rechnen. Klumpp: "Wir machen keine Spielchen mit, die das Totobad gefährden."

Die CDU verteidigt ihren Dezernenten. Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Sascha Zehner erklärt, es sei "völlig abwegig" zu glauben, Borgard wolle mit der Übernahme des Calypso durch die BBS "heimlich" die "Schließung des Totobades erreichen".

Borgard habe auch nichts "übereilt", sondern sich lediglich "rechtzeitig Gedanken darüber gemacht, wie man mit dem Calypso nach dem Ende des Pachtvertrages mit der S&S Spaßbad GmbH" umgehen soll.  Zehner versichert außerdem, das von SPD und FDP angemahnte Bäderkonzept liege "schon seit vier Jahren" vor. Das Calypso, so meint Zehner, sei kein Verlustgeschäft, sondern "ein Gewinnbringer für den Betreiber". Zehner: "Sonst hätte der wohl kein Interesse daran gezeigt, es auch weiterhin zu bewirtschaften."

Auch die Grünen, so sagt die Stadtverordnete Karin Burkart, wollen endlich ein "Bäderkonzept" sehen. Einer Übernahme des Calypso durch die BBS würden sie nur zustimmen, wenn die Calypso-Einnahmen reichen, um "Instandhaltung, Unterhaltung und Betrieb" zu bezahlen.

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