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Cannabis-Volksbegehren in Bayern abgelehnt

Die Initiatoren des Volksbegehrens sehen das nicht tragisch. Sie freuen sich darüber, dass zumindest über das Thema in der Öffentlichkeit geredet wird. Mit 27000 Unterschriften ist ihnen da auch ein sehr großes Gespräch gelungen. Nichtsdestotrotz: in Bayern bleibt man standhaft, es wird kein Volksbegehren geben, bei dem die Bürger darüber abstimmen können, ob Cannabis legalisiert wird.

 

Die Diskussion um Cannabis hat auch in Deutschland wieder etwas mehr Aufmerksamkeit bekommen, nachdem in den vergangenen Jahren in den USA immer mehr Bundesstaaten den Gebrauch der Pflanze entweder komplett legalisiert, oder zumindest für den medizinischen Gebrauch freigegeben haben. Gerade der medizinische Aspekt sei den Cannabisanhängern besonders wichtig. Der Cannabis Verband Bayern, Anführer bei dem Volksbegehren, kämpft nicht nur für den Freizeitkonsum. Besonders die Schmerzpatienten, die von einer Legalisierung enorm profitieren könnten, sind im Fokus des Volksbegehrens.

 

Viele Schmerzpatienten, besonders solche, die Chemotherapien durchmachen oder an Multiple Sklerose leiden, sind auf Cannabismedikamente angewiesen. Diese sind teilweise schonender und helfen besser im Umgang mit chronischen Schmerzen. Sie sind aber auch sehr teuer und werden nur zum Teil oder gar nicht von Krankenkassen übernommen. Eine (teilweise) Liberalisierung des Gesetzes könnte aushelfen und den Patienten es erlauben, ihre eigenen Pflanzen zu züchten.

 

Trotz der kritischen Stimme an Unterschriften, die gesammelt wurden, hatte das Bayerische Innenministerium das Volksbegehren abgelehnt und an das Verfassungsgericht weitergereicht. Die Initiatoren überraschte das nicht, da Bayern ein strukturell besonders hartes Pflaster sei. Nichtsdestotrotz wolle man aus den Fehlern lernen und es mit einer weiteren Kampagne in den nächsten Jahren noch mal probieren. Immerhin scheint die deutsche Politik mittlerweile eher bereit, zumindest mit zu diskutieren.

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