B51 Saarbrücken Richtung Trier zwischen Mettlach und Abzweig nach Saarhölzbach Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (19.10.2018, 14:36)

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Da kommt's raus: Die Fußball-WM bringt selbst harte Jungs zum Weinen

Wahre Männer weinen doch - die Fußballer zeigen's wieder mal. Und das vor den Augen der Welt. Die WM in Südafrika ist auch großes Gefühlskino: Schon bei der Hymne und auch nach einer bitteren Niederlage fließt so manche Träne.

Wahre Männer weinen doch - die Fußballer zeigen's wieder mal. Und das vor den Augen der Welt. Die WM in Südafrika ist auch großes Gefühlskino: Schon bei der Hymne und auch nach einer bitteren Niederlage fließt so manche Träne.

Und in der Kabine wird spätestens nach dem Vorrunden-Aus so mancher hartgesottene Profi Rotz und Wasser heulen. Nah am Wasser gebaut sein dürfen jene Profis, die am 11. Juli triumphieren: Der WM-Pokal kann notfalls auch als Tränenvase herhalten.

Emotional tief ergriffen war Chiles Gary Medel, Spitzname Pitbull, bei seinem WM-Debüt gegen Honduras. Aber er bedauerte: «Ich wollte weinen, als ich auf den Platz ging, aber ich konnte nicht weinen, weil sie sonst hinterher gesagt hätten, ich sei ein 'schwuler Pitbull'.»

Nordkoreas Jong Tae Se konnte die Tränen nicht zurückhalten. Der Angreifer, anscheinend tief berührt durch die Klänge der getragenen Hymne seines berüchtigten und geheimnisvollen Landes, schluchzte vor dem Anpfiff des so herbeigesehnten Spiels gegen Brasilien hemmungslos. Sein Trainer Kim Jong Hun hatte dafür keine Erklärung. «Ich habe das nicht gesehen», sagte er völlig ungerührt.

«Die Gefühle gehen mit einem Gassi»
 
So hätte es hätte Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann gesagt. Tränen der Trauer weinten die Südafrikaner schon vor der WM-Eröffnung, als Mandelas Urenkelin Zenai bei einem Autounfall tödlich verunglückte. Von «Floods of tears», Fluten von Tränen, titelte die Zeitung «Pretoria News» nach Südafrikas 0:3 gegen Uruguay. Es war zum Heulen für die Gastgeber. Dabei hatte die «Weekend Argus» nach dem Eröffnungsspiel noch geschrieben: «Berauschend, elektrisierend und magisch! Das Eröffnungsspiel war der Höhepunkt von sechs Jahren Blut, Schweiß und Tränen.»

Nicht nur eine Träne im Knopfloch, sondern feuchte Augen hatte Frankreichs Coach Raymond Domenech nach der blamablen Vorstellung der Grande Nation gegen Mexiko: «Mir fehlen noch die Worte, ich bin sehr enttäuscht und habe das alles noch nicht verkraftet.» Bei Kapitän Patrice Evra kullerten die Tränen schon vor dem Anpfiff bei der «Marseillaise».

«Ich habe nicht geweint, aber ich war sehr berührt.»

Brasiliens Abwehrschrank Maicon brach beim 2:1 des Rekordweltmeisters gegen Nordkorea mit einem Klassetor den Bann und nahm sichtlich gerührt die Glückwünsche seiner Kollegen entgegen. Als Heulsuse wollte er aber nicht dastehen. «Mein erstes WM-Spiel und ich habe ein Tor gemacht», sagte der 28-Jährige von Inter Mailand fassungslos, betonte aber: «Ich habe nicht geweint, aber ich war sehr berührt.»

Im stillen Kämmerlein hat vielleicht auch Ottmar Hitzfeld nach der Sensation seiner Eidgenossen gegen Europameister Spanien die eine oder andere Träne verdrückt. Vielen Bayern-Fans ist noch die anrührende Szene in Erinnerung, als Hitzfeld bei seinem Abschied in München auf dem Rasen stand und herzergreifend weinte. Unvergessen auch die Tränen von Michael Ballack nach dem Halbfinal-Aus vor vier Jahren gegen Italien. Und Maradonas verheultes Gesicht, als ihm die deutsche Mannschaft 1990 den WM-Pokal wegschnappte. «Don't cry for me Argentina» soll es jetzt für den argentinischen

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