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Das Saarland schnieft

Wer dieser Tage viel mit Bus und Bahn unterwegs ist, sollte nicht allzu nah an seinen Sitznachbarn heranrücken. „Wenn jemand neben einem niest, kann es unter Umständen schnell gehen“, sagte gestern Michael Kulas, Vorsitzender des Saar-Hausärzteverbands, der SZ. Derzeit hätten es die Mediziner vor allem mit Atemwegserkrankungen und der durch Viren ausgelösten Magen-Darm-Grippe zu tun. Laut Kulas handelt es sich bei ersterem überwiegend um Husten oder Bronchitis im Zuge einer Erkältung. Nur selten entwickle ein Patient eine schwere Bronchitis . Auch bei Magen-Darm-Viren sei in der Regel nach 36 bis 48 Stunden das Gröbste überstanden.

Insgesamt bewege sich die Zahl der Erkrankungen im „für die Jahreszeit üblichen Rahmen“, erklärte Kulas. Die Saarländer seien derzeit nur über wenige Tage krankgeschrieben, überwiegend wegen grippaler Infekte. Kulas empfiehlt: „Wenn Symptome wie Müdigkeit, Husten und Kopfschmerzen nach zwei Tagen nicht abklingen, sollte man einen Arzt zu Rate ziehen.“ Zu enger Körperkontakt sei in jedem Fall zu vermeiden. Das Risiko zu erkranken könne auch durch „gesunde und vitaminreiche Ernährung und Bewegung an der frischen Luft“ reduziert werden, sagte der Mediziner.

Um eine nahende Influenza-Epidemie frühzeitig zu erkennen, beobachtet auch das saarländische Gesundheitsministerium die Krankenstand-Entwicklung. Pro Kreis werden die Krankheitsfälle in jeweils einem Kindergarten, einer Grundschule, einer weiterführenden Schule, einem Altenheim, einer Behörde sowie einem Betrieb registriert. Auch Arztpraxen, Krankenhäuser und Kinderkliniken würden in die Erhebung miteinbezogen.

Die gemeldeten Erkrankungszahlen für die vergangene Woche (20. Januar bis 26. Januar) sind laut Ministerium im Vergleich zur Vorwoche mancherorts moderat angestiegen. Waren in den untersuchten saarländischen Kindergärten in der zweiten Januarwoche noch 6,3 Prozent der Kinder erkrankt, so liegt die Zahl aktuell bei 10,4 Prozent. In den Alten-und Pflegeheimen hat sich unter den betreuten Personen der Krankenstand von 1,7 Prozent auf 3,4 Prozent erhöht. Bei Behörden und in der Industrie ist die Zahl ebenfalls leicht angestiegen. 21 Prozent der Patienten in den untersuchten Kinderkliniken sind wegen akuter Atemwegserkrankungen in Behandlung, knapp ein Drittel wegen Lungenentzündungen. Betroffen sind vor allem Säuglinge und Kinder zwischen einem und fünf Jahren.

In der vergangenen Woche reichten saarländische Ärzte insgesamt 61 Proben zur Untersuchung ins Labor ein. In vier Fällen konnten Influenza-Viren, und damit Grippe-Erreger, nachgewiesen werden. In den Vorwochen war entweder nur ein Fall oder gar keiner registriert worden.

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