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Dehoga: "Rauchverbot macht Kneipen kaputt"

Saarbrücken. Das Kneipensterben im Saarland hat dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Saar (Dehoga) zufolge seit Einführung des strikten Rauchverbots ein dramatisches Ausmaß angenommen. „Mindestens 25 Prozent der Besitzer kleiner Eckkneipen im Saarland mussten bereits ihr Lokal schließen“, sagte Dehoga-Präsidentin Grudrun Pink gestern der SZ. In ökonomisch ohnehin schwierigen Zeiten für kleine Kneipen habe das absolute Rauchverbot wie ein „Brandbeschleuniger“ gewirkt. Das von der Jamaika-Koalition verabschiedete strikte Nichtraucherschutzgesetz ist seit 1. April 2011 in Kraft. Zuvor war das Rauchen in Lokalen mit einer Fläche von weniger als 75 Quadratmetern erlaubt. Der Geschäftsführer der Bitburger-Braugruppe, Werner Wolf, hatte zuletzt geklagt, rund ein Viertel der von Bitburger belieferten saarländischen Kneipen hätten seit Umsetzung des Nichtraucherschutzgesetztes, schließen müssen (wir berichteten).

Auch eine Sprecherin der Homburger Karlsberg- Brauerei bezeichnete die Auswirkungen des Gesetzes auf den Kneipenbetrieb im Saarland gestern als „großes Problem“. Zwar lägen Karlsberg keine Zahlen vor, aber man habe deutlich häufiger mit Kneipen-Schließungen zu tun. Dies bestätigte auch ein Sprecher der Industrie- und Handelskammer Saar (IHK). Die Fraktionen von SPD und Linken sehen sich in ihren Befürchtungen bestätigt: „Wir haben zuletzt im Februar eine erneute Gesetzesinitiative gestartet, um eine Lockerung des strikten Rauchverbotes zu erreichen. Wir werden unserer Linie treu bleiben“, sagte Linken-Chef Rolf Linsler gestern. Für die SPD steht fest, dass die Jamaika-Koalition das Kneipensterben zu verantworten hat. Man werde sich für einen Volksentscheid in der Frage einsetzen, sagte Fraktionssprecherin Andrea Schramm. CDU-Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte vor der Landtagswahl angekündigt, vor einer Neuregelung des Gesetzes zunächst eine Mitgliederbefragung innerhalb der Partei durchführen zu wollen. jkl
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