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Der Friedrichsthaler Bahnhof verfällt

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Doch weder die Stadt Friedrichsthal noch die Deutsche Bahn sind heute noch für diese einst zentrale Immobilie der Stadt verantwortlich. Sie gehört seit Dezember 2012 einem privaten Investor. Das teilte der Pressesprecher der Deutschen Bahn AG der Saarbrücker Zeitung auf Anfrage mit. Der Bahnhof wurde „von der DB veräußert, da das Gelände für den Bahnbetrieb nicht mehr notwendig war“, so der Bahnsprecher.

Da seit dem Verkauf keine sichtbaren Arbeiten an dem Gebäude erfolgt sind, scheint es vielen Friedrichsthaler Bürgerinnen und Bürgern, als habe der Investor kein Konzept, was er mit dem erworbenen Bahnhof machen will. Ein Nutzungskonzept hatte der Käufer wohl auch während des „Bieterverfahrens“ nirgendwo vorlegen müssen. Ein solcher Plan ist weder bei der Deutschen Bahn AG noch bei der Stadt Friedrichsthal bekannt, erfuhr die SZ. Für ganze 2000 Euro soll der Bahnhof Ende 2012 über den Tisch gegangen sein, heißt es hinter vorgehaltener Hand. Offiziell war von Seiten der Bahn die Höhe des Kaufpreises nicht zu erfahren. Ein Bahnhof zum Schnäppchenpreis also? Für den Investor vielleicht, doch wie geht es jetzt in Friedrichsthal weiter?

Robert Immesberger, der Leiter des Fachbereichs Bauen und Umwelt, der Stadt Friedrichsthal beklagt den Stillstand – seit dem Kauf Ende 2012 sei am Bahnhofsgebäude nichts passiert. Bauarbeiten an dem 1910 fertiggestellten Gebäude seien schwierig und teuer. Das Gebäude steht, laut Immesberger, unter Denkmalschutz und mehr noch: die große Vorfläche und das Gebäude müssen aus Sicht der Denkmalschützer zusammen erhalten bleiben. Einer Nutzung der mehr als großzügigen Rasenfläche zum Bau von Wohnhäusern hatte durch die Untere Denkmalschutzbehörde beim Stadtverband und den Landesdenkmalrat eine klare Absage bekommen, erklärt Immesberger.

Damit habe die Stadt Friedrichsthal nur noch begrenzte Möglichkeiten gesehen den Bahnhof mit seinem großen Vorplatz in Eigenregie zu entwicklen. Diese Einschränkungen und zu erwartende hohe Renovierungs-Kosten (die SZ berichtete) hätten die Stadt seinerzeit abgehalten den Bahnhof zu kaufen. „Wir hatten nie Interesse daran den Bahnhof zu ersteigern“, bestätigt Immesberger.

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