A8 Saarlouis Richtung Luxemburg AS Merzig-Schwemlingen Anschlussstelle gesperrt, Fahrbahnerneuerung, Dauer: 24.04.2018 09:00 Uhr bis 30.05.2018 16:00 Uhr (24.04.2018, 06:36)

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Priorität: Dringend

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Der Spielfilmwettbewerb beginnt heute

Acht Produktionen des Spielfilmwettbewerbs (17 Filme insgesamt) sind heute erstmals zu sehen - wir stellen sie vor. Dazu: Termine und Filme aus dem Rahmenprogramm des Festivals.

Acht Produktionen des Spielfilmwettbewerbs (17 Filme insgesamt) sind heute erstmals zu sehen - wir stellen sie vor. Dazu: Termine und Filme aus dem Rahmenprogramm des Festivals.

Saarbrücken. Es ist der packendste Film dieses ersten Wettbewerbstags: „Der Brand“ von Brigitte M. Bertele, die Geschichte von Gewalt und deren langer, lebensbestimmenden Nachwirkung. Eine junge Frau (intensiv gespielt von Maja Schöne) wird von einer Zufallsbekanntschaft vergewaltigt. Sie erstattet Anzeige, doch der Täter wehrt sich juristisch: Alles sei in beiderseitigem Einvernehmen geschehen, sie möge es eben gerne „ein wenig härter“. Von Ihrem Anwalt hört sie Sätze wie „Gehen Sie mal nicht zugrunde an Ihrem Selbstmitleid“, von ihrem überforderten und buchstäblich verständnislosen Lebensgefährten den Ratschlag, „das jetzt mal ruhen zu lassen“. Wie das Opfer versucht, die juristische wie die emotionale Ohnmacht hinter sich zu lassen und wieder die Kontrolle über ihr Leben zu gewinnen, erzählt dieser kammerspielartige Film mit höchster innerer Spannung. Er konzentriert sich dabei ganz auf das Opfer. Die Drehbuchautorin Johanna Stuttmann hat dankenswerterweise kein Krimi-Psychoduell entworfen, auch wird nicht versucht, die Tat oder den Täter zu erklären – was würde das nützen oder aussagen? Ein düsterer Film über einen schwierigen Weg zurück ins Leben, der ohne einen letzten Umweg, das ist die schmerzhafte Pointe des Films, nicht gelingt.

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