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Diebestour mit Onkel: Vier Saarländer verurteilt

Vier Einbrecher sind in Saarbrücken zu Bewährungs- und Haftstrafen verurteilt worden.

Vier Einbrecher sind in Saarbrücken zu Bewährungs- und Haftstrafen verurteilt worden.

Saarbrücken. Eine Serie von neun Einbrüchen innerhalb von sechs Wochen in der Saarbrücker Innenstadt ist gestern vor dem Landgericht verhandelt worden. Die vier Angeklagten waren geständig, nach Besuchen in einer Spielhalle auf Einbruchstour gegangen zu sein. Sie hätten auf diese Weise ihre Verluste beim Glücksspiel ausgleichen und auch ein wenig ihren Lebensunterhalt aufbessern wollen, so die Täter. Achtmal konnten sie unentdeckt entkommen, beim neunten Einbruch in ein Ladengeschäft auf der Berliner Promenade wurden sie von der Polizei festgenommen.

Der 19-jährige Florian D. (Name geändert) gestand als Erster die Tat. Sein Cousin, sein Freund und sein Onkel folgten seinem Bespiel. Die drei jungen Angeklagten sind erst vor Kurzem volljährig geworden und wurden deshalb zum Teil nach dem Jugendstrafrecht verurteilt.

Sie erhielten Bewährungsstrafen und werden der Aufsicht eines Bewährungshelfers unterstellt. Zwei der jugendlichen Täter müssen 100 gemeinnützige Arbeitsstunden ableisten; Florian D. wurde hingegen nur zu 50 gemeinnützigen Arbeitsstunden verurteilt, da er an sechs Tagen der Woche an seiner Ausbildungsstelle arbeitet.

Den Onkel von Florian D. traf ein härteres Urteil. Das Gericht sah ihn zwar nicht als Anführer der Einbrecherbande an, der Mann ist jedoch vorbestraft und war bereits acht Mal im Gefängnis. Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Der 58-Jährige war häufig in Spielhallen und hatte finanzielle Probleme. Zuletzt arbeitete der Mann als „Bürgerarbeiter“ bei der Landeshauptstadt. Diese Stelle, die von der Stadt und vom Jobcenter finanziert wird, wird er verlieren, wenn das Urteil rechtskräftig ist. jht

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