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Dillinger Hütte: Keine Krise in Sicht

Gute Aussichten: Laut Dillinger Hütte stehe die Geschäfte gut - eine Krise ist 2012 nicht in Sicht.

Gute Aussichten: Laut Dillinger Hütte stehe die Geschäfte gut - eine Krise ist 2012 nicht in Sicht.

Dillingen. Das Jahr 2012 wird für die Dillinger Hütte (DH) kein Krisenjahr. Davon ist der Vorstandsvorsitzende des Stahlkonzerns, Karlheinz Blessing, überzeugt. „Wir erwarten keinen großen Einbruch der Nachfrage, auch wenn wegen der Finanzkrise die Verunsicherung bei unseren Kunden wächst“, sagte er anlässlich der diesjährigen Jubilarfeier der DH am Samstagabend in Dillingen. Das Jahr 2011 bewertete er in einer ersten Einschätzung „alles in allem als gut und ordentlich“. Auch die geplanten Investitionen würden wie vorgesehen umgesetzt. Der größte Brocken ist hierbei die neue Stranggieß- Anlage, in die mehr als 300 Millionen fließen sollen. Vor wenigen Tagen seien hierfür die Kernaufträge vergeben worden. In der ersten Jahreshälfte von 2014 soll die neue Anlage in Betrieb gehen. Sie erlaube es, Brammen mit einer Dicke von 450 Millimetern zu gießen.

„Mit dieser Anlage bauen wir weltweit unsere Technologie- Führerschaft aus“, ist der DHChef überzeugt. Auch die Planung der neuen Fabrik in Nordenham an der Nordsee „liegt im Zeitplan“. Dort sollen stählerne Fundamente für Windenergie- Anlagen, die im Meer stehen, hergestellt werden. In diese neue Fabrik mit dem Namen Steelwind Nordenham investiert die Dillinger Hütte mehr als 135 Millionen Euro.

Diese Investition an der Nordsee sichere auch Arbeitsplätze in Dillingen und im DH-Werk im französischen Dünkirchen. Um weiterhin erfolgreich zu sein, müsse sich der saarländische Spezialist für Grobbleche stärker auf das Projektgeschäft konzentrieren. Nur so könne man in Zukunft am Markt vorne mitspielen. Dazu zählt laut Blessing neben Windpark-Projekten auf hoher See auch der Bau von Gas- oder Ölpipelines. Hier müsse von vorneherein sichergestellt werden, dass Dillinger Stahl zum Einsatz kommt. Dies verlange vom gesamten Unternehmen eine höhere Flexibilität, um schneller auf die Bewegungen des Marktes reagieren zu können. Außerdem will Blessing das Geschäft stärker internationalisieren.

„Wir müssen dort präsent sein, wo die Stahlnachfrage der Zukunft ist.“ Dazu zählt er unter anderem den Mittleren Osten, Indien, Ostasien, das nördliche Afrika und Lateinamerika. Die Dillinger Hütte ehrte in diesem Jahr 255 Mitarbeiter für ihre langjährige Betriebszugehörigkeit. 135 Jubilare sind seit 25 Jahren bei der Dillinger Hütte beschäftigt, 92 Männer und Frauen wurden für ihre 35-jährige Betriebszugehörigkeit geehrt und 28 Mitarbeiter bringen es auf jeweils 45 Jahre. Betriebsratschef Roman Selgrath dankte den Jubilaren für ihre geleistete Arbeit. low

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