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Ein Saarländer verzaubert Japan: St. Wendeler Magier Jakob Mathias tritt in Osaka und Tokio auf

In Japan führt Jakob Mathias – hier mit seinen beiden Assistentinnen – die Zaubershow „Beach-Party“ auf. Foto: Mathias

In Japan führt Jakob Mathias – hier mit seinen beiden Assistentinnen – die Zaubershow „Beach-Party“ auf. Foto: Mathias

Von einem Sonnenschirm bis zu einem Sofa lässt Jakob Mathias alle Gegenstände, die er für seine „Beach-Party“ braucht, auf der Bühne erscheinen. In Sekundenschnelle wechseln der St. Wendeler sowie seine beiden Assistentinnen ihre Outfits. Und zum Finale der Nummer zaubert er sich ans andere Ende der Halle. Doch gerade die Dinge, die sonst bei seinen Auftritten so spielend leicht wirken, stellen den 21-Jährigen und sein Team vor ihrem sechswöchigen Engagement in Japan vor kniffelige Herausforderungen: „Wir sind seit Monaten dabei, alles vorzubereiten“, sagt er. Denn ihre Requisiten, ihre Garderobe und schließlich sich selbst können die Saarländer ja nicht nach Asien zaubern.

„Das ist das größte und spannendste Engagement, das ich je hatte“, freut sich der Lehramtsstudent. Nachdem er im vergangenen Jahr mit seiner „Beachparty“ in der Sparte Großillusion den dritten Platz bei der Zauber-Weltmeisterschaft in Italien belegt hat, erhielt er im September 2015 eine Einladung in die beliebte französische TV-Show „Le plus Grand Cabaret du monde“. Den Machern gefiel seine Darbietung so gut, dass sie Mathias für das Varieté-Programm „The Hakurai Show“ in Japan verpflichtete. Dort zeigt er nun vom 11. Mai bis 5. Juni in Osaka und vom 9. bis 12. Juni in Tokio insgesamt 28 Mal seine Nummer.

Zurzeit laufen die Vorbereitungen dafür auf Hochtouren: Unter der Woche trainiert der angehende Sport- und Mathe-Lehrer an seinem Studienort Koblenz allein vor dem Spiegel. Am Wochenende geht es dann ins Saarland, wo er mit seinem sechsköpfigen Team immer wieder die Illusion probt: „Alles wird optimiert und perfektioniert“, erklärt er. Seine Mutter, die die Kleider näht, habe extra für Japan eine zweite Garnitur angefertigt. Sein Vater Martin Mathias, der ebenfalls ein renommierter Zauberer ist, entwickelt mit ihm die Tricks. „Er denkt sich immer wieder neue Sachen aus“, erklärt der 21-Jährige, warum die alte Scheune seines Elternhauses in Oberlinxweiler immer voller wird. Überall stehen ihre Utensilien herum.

Bei mehrtägigen Engagements, wie auf der Saarmesse und einem Festival in Frankreich, habe er festgestellt, dass seine Requisiten nicht auf eine Dauerbelastung ausgelegt sind. Deshalb ließ er diese aus stabileren Materialien neu und – im Hinblick auf seinen Japan-Aufenthalt – zerlegbar bauen.

Am 6. Mai geht es für Mathias und sein Team mit einem Bus voller Equipment zum Frankfurter Flughafen. Die Verteilung des Gepäcks auf acht Koffer mit einem Gewicht von je 30 Kilogramm sei bis auf den Millimeter genau ausgetüftelt, erklärt er. Während seine Freundin Luci für die sechs Wochen extra Sonderurlaub bekommen hat, wechseln sich die anderen Teammitglieder ab. Zudem werden vor Ort zwei Japaner eingearbeitet. Nach dem zwölfstündigen Flug bleiben Mathias & Co. dafür nur fünf Tage Zeit.

Neben den Proben stehen Fernseh- und Radio-Interviews sowie weitere Termine an. „Jeden Abend zehn Minuten Show hört sich gut an“, sagt der Saarländer. Doch hinzu kämen die Vor- und Nachbereitung und man müsse immer im Training bleiben, da sonst die Gefahr bestehe, dass man die Illusion runterleiere. „Ich hoffe, dass wir dennoch Zeit haben, uns in Osaka umzugucken“, sagt Mathias. Eines ist dagegen schon sicher: „Wir wissen, dass unsere Nummer sehr gut in asiatischen Ländern ankommt.“ Auf den Weltkongressen, bei denen er seine „Beach-Party“ aufführte, habe es von Kollegen aus diesem Raum viel Lob gegeben.

© WhatsBroadcast
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