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Ein „Schiff“ soll kommen

So soll die Nordwestspitze des neuen Bürogebäudes aussehen. Grafiken: Architekturdarstellungen im Auftrag von Alt+Britz Architekten Saarbrücken für die Munitor AG Saarbrücken

So soll die Nordwestspitze des neuen Bürogebäudes aussehen. Grafiken: Architekturdarstellungen im Auftrag von Alt+Britz Architekten Saarbrücken für die Munitor AG Saarbrücken

Beim Namen ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Vielleicht wird der Saarbrücker Volksmund einen prägnanten finden, oder womöglich wird ein Hauptmieter das Gebäude nach seiner Firma taufen wollen. So lange das Projekt nur in den Zeichnungen des Architekten Peter Alt ( Saarbrücken ) zu bestaunen ist, belässt es Bauherr Patrick Müller, Geschäftsführer der Saarbrücker Unternehmensgruppe Munitor, beim schmucklosen Arbeitstitel „Neubau neben der Alten Post“. Der Eppelborner Müller und seine Firma hatten ab 2010 den Jahrzehnte leerstehenden denkmalgeschützten Problembau Alte Post saniert. Inzwischen ist dort das komplette Kultusministerium als Mieter untergebracht. Nun soll dieses 1928 bis 1930 entstandene Altbauwerk in Richtung Westen/Ludwigskreisel um einen noch größeren modernen Bürokomplex mit Parkhaus (über 350 Plätze) erweitert und das Gesamtvorhaben vollendet werden: die Bebauung der letzten großen City-Brache in bester Lage zwischen Hauptbahnhof, Westspange und Bahnhofstraße. Das spitzwinklige Dreiecksgrundstück, das im Norden von Bahngleisen und im Süden von der Trierer Straße begrenzt wird, ist in Besitz von Munitor. Müller will es mit einem architektonisch extravaganten und hochwertigen Bürogebäude mit Einheiten von 200 bis mehreren tausend Quadratmetern (insgesamt 18 000 Quadratmeter Nutzfläche) bebauen - umgangssprachlich „ein Mercedes“ unter den Bürobauten.
 

Wohnungen und Einzelhandel

Wohnungen und etwas Einzelhandel sind ebenfalls vorgesehen. Die scharfe Spitze des bis zu 47 Meter hohen Komplexes mit seinen abgestuften Geschosshöhen ragt wie der Bug eines riesigen Schiffes in Richtung Westspange.

Patrick Müller zeigt sich zuversichtlich, dass aus dem Plan Wirklichkeit wird. Der Stadtrat hat dieser Tage mit einem Beschluss zur Offenlage des Bebauungsplanentwurfes den Weg für das Planungsrecht geebnet, bei der Vorabbeteiligung von Gestaltungsbeirat und diversen Behörden schlug dem „Schiff“ kein Wind entgegen. Es liegt auch bereits ein Gutachten vor, das sich mit der notwendigen Änderung der Verkehrsströme in dem Quartier befasst. Sollte das Haus gebaut sein, wird es durch Linksabbiegen vom Ludwigskreisel in die Trierer Straße erreichbar sein. Der Investor beziffert die möglichen Investitionen auf 40 Millionen Euro, womöglich auch bis zu 60 Millionen. Beginnen wolle er aber erst, wenn er eine auskömmliche Zahl von Mietern gewonnen habe. Man spreche potenzielle Interessenten von auswärts, aber auch in Saarbrücken an. Baubeginn sei frühestens 2017/18, die Bauzeit werde 18 Monate betragen. „Wir bauen teurer, als es notwendig wäre, aber es zahlt sich langfristig durch Nachhaltigkeit aus“, erklärt der Entwickler die Idee: ein „grünes“, energieeffizientes Haus, bei dem die Nebenkosten je Quadratmeter bei nur einem Euro lägen. Es gebe in Saarbrücken etliche „normale“ Büro-Immobilien, bei denen lägen diese Kosten aber meist bei drei oder mehr Euro, vergleicht Müller. In der Alten Post komme man derzeit auf Nebenkosten von 0,96 Euro je Quadratmeter, versichert er. Sollte das Kultusministerium dereinst wieder zurück in den Pingusson-Bau oder sonstwo hinziehen, wäre Müller nicht bang, Nachmieter für die Alte Post zu finden. Der Bedarf an hochwertigem Büroraum für die „moderne Arbeitswelt“ sei nicht nur in Frankfurt, Hamburg und München vorhanden, sondern auch in der Landeshauptstadt.
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