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Ein dickes Ding - Riesenkürbis wirft Sieger-Schatten voraus

Elmar Hubertus aus Urexweiler mit seinem Riesenkürbis. Foto: Rech

Elmar Hubertus aus Urexweiler mit seinem Riesenkürbis. Foto: Rech

Der Garten hinter dem Haus von Elmar Hubertus im kleinen Ort Urexweiler ist ein Land der Riesen. 4,50 Meter hoher Mais, Tomaten groß wie Handflächen, Kohlpflanzen wie Wagenräder. Unter einem großen Gewächshaus an einer sonnigen Stelle des Gartens wächst der größte Stolz des Züchters: Ein blassgelb glänzendes Monstrum, ein Riesenkürbis der Sorte Atlantic Giant. „5,10 Meter Umfang habe ich in der letzten Woche gemessen“, sagt Hubertus stolz.

Seit April hegt und pflegt der 59-Jährige Werkzeugmacher seinen Kürbis, der jetzt schon als einer der Favoriten bei den Saarland-Meisterschaften im Riesenkürbiszüchten gilt. Der Wettbewerb wird in diesem Jahr erneut vom Norwegerclub Urexweiler ausgetragen. Am kommenden Samstag verwandelt sich die Dorfmitte in ein Zentrum der Kürbisverehrung. Alles auf dem Fest wird aus dem gelb-orangenen Gemüse hergestellt: vom Kürbiskuchen bis zum Kürbisschnaps.

Elmar Hubertus größte Angst ist: Er weiß nicht, ob er seinen Kürbis unversehrt zur Waage bei dem Wettbewerb transportieren kann. „Der Kürbis hat zwar fast überall 20 bis 30 Zentimeter dicke Fruchtwände. Aber an der Spitze, an der Blüte, sind die Wände sehr dünn. Wenn er da reißt, ist alles aus“, sagt der 59-Jährige. Denn nur Kürbisse ohne Macken dürfen auch an der Meisterschaft teilnehmen. Auch seine Transportvorrichtung macht Hubertus Sorgen. Diese ist zwar für großes Gemüse ausgelegt, doch der neue Favorit des Züchters hat einen rund 60 Zentimeter größeren Umfang als sein bisheriger Rekordhalter. Die Transportbänder könnten zu kurz sein. „Das wird knapp werden“, so Hubertus. Bei dem Wettbewerb kommt es nicht auf die Größe an. Es zählt allein das Gewicht. Und das lässt sich im Voraus kaum abschätzen.

Von Jahr zu Jahr werden Hubertus' Kürbisse größer und schwerer. Mehrfach hat er die Saarland-Meisterschaften schon gewonnen. 2006 fing alles mit einer Wette unter Nachbarn an. Hubertus ging als Sieger hervor und widmet seitdem einen Großteil seiner Freizeit der Riesenkürbiszucht. Gentechnik ist bei dem gigantischen Gemüse nicht im Spiel, schwört Hubertus. „Das A und O ist die Bodenvorbereitung“, sagt der 59-Jährige. Kompost und Mist werden vor jeder Zucht auf dem Beet ausgebracht. Im Internet tauscht sich Hubertus weltweit mit anderen Züchtern aus, holt sich neue Tipps und Tricks. Seine jüngste Errungenschaft: ein Dünger aus vergorenen Fischabfällen.

Doch nicht nur die Düngung ist wichtig. Für die Kürbispflanze, die sich zurzeit über 60 Quadratmeter erstreckt, hat Hubertus extra eine Bewässerungsanlage in sein Gewächshaus gebaut. In kalten Nächten wird der Kürbis behutsam in Wolldecken gehüllt und im Sommer bekommt er einen Sonnenschutz. „An einem guten Tag kann der Kürbis schon mal um 20 Kilo zulegen“, so Hubertus. Er glaubt, nur wenige könnten ihm beim Wettbewerb gefährlich werden: „Unter anderem meine Schwiegermutter.“ Die züchtet auch Kürbisse.
© WhatsBroadcast
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