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Erbacher besorgt wegen Lkw-Lärm

Erbach. Ein Bericht der Saarbrücker Zeitung zur geplanten Logistik-Erweiterung des inzwischen im Besitz der Bäckerbub GmbH (Edeka) befindlichen Bäckerhauses Ecker am Hochrech in Erbach ruft nun einige Anwohner auf den Plan. Die befürchten eine noch stärke Zunahme des Verkehrs am Hochrech und damit eine sich aus ihrer Sicht weiter verschlechternde Wohnsituation.

Zum Hintergrund: In der Vorwoche waren Pläne bekannt geworden, dass das Unternehmen Bäckerbub/Bäckerhaus Ecker in einem ersten Schritt den Standort am Hochrech mit einem neuen Logistik-Zentrum stärken will (wir berichteten). Dieses Zentrum soll, so bestätigte die Homburger Stadtverwaltung gegenüber unserer Zeitung, in Richtung der Hasenäckerstraße gebaut werden. Dazu wird derzeit ein bisher für sozialen Wohnraum genutzter Häuserblock für den Abriss vorbereitet, für die bisherigen Mieter soll „vergleichbarer Wohnraum“ durch den derzeitigen Eigentümer, die Gesellschaft für Wohnen und Bauen (Gewobau) mit Sitz in Zweibrücken, bereitgestellt werden. Diese Erweiterungspläne im Bereich Hasenäckerstraße stoßen aber auf Widerstand von Anwohnern des Hochrechs. So stellen sich derzeit einige die Frage, ob eine solche Expansion baurechtlich überhaupt zulässig sei. Immerhin handele es sich um ein Wohngebiet. Auch würde der zu erwartende Anstieg von Lieferverkehr am Hochrech die dortige Situation in Sachen Lärmbelästigung weiter verschärfen. Lange Jahre habe man, so betroffene Anwohner gegenüber unserer Zeitung, aus Rücksicht auf die Ur-Erbacher Unternehmerfamilie Ecker Rücksicht genommen. Damit sei es nun aber vorbei. Nicht zuletzt deswegen, weil sich seit der Übernahme des Bäckerhauses Ecker durch die Bäckerbub GmbH der Verkehr deutlich verstärkt habe.

Bei der Stadt beurteilt man die Lage anders. So machte Homburgs Oberbürgermeister Karlheinz Schöner klar, dass es sich beim betroffenen Areal um ein so genanntes „faktisches Mischgebiet“ handele, begründet in der historischen Entwicklung dieser städtischen Zone. Auch habe das für die Umsetzung der Pläne erforderliche Lärmschutzgutachten ergeben, dass durch den Bau des neuen Logistik-Zentrums die gesetzlich vorgegebene Grenzwerte nicht überschritten würden. Zudem sei es eines der Ziele, mit der Erweiterung in Richtung Hasenäckerstraße gerade den Lieferverkehr vom Hochrech abzuziehen. Mit dieser Einschätzung wollen sich die betroffenen Anwohner allerdings nicht zufrieden geben, zu groß ist die Sorge vor noch größerer Lärmbelastung. Die aktuelle haben Anwohner auf Video dokumentiert – und was dort zu sehen ist, scheint die Klagen zu belegen. Lkw mit laufenden Motoren, eine fortwährende An- und Abfahrt des Lieferverkehrs, alles teils schon ab 23 Uhr. So soll es nicht weitergehen, machten die Klageführer gegenüber unserer Zeitung deutlich und verwiesen dabei auch unter anderem auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Koblenz aus dem Jahr 2010.

Damals hatten die Richter entschieden, dass es zulässig sei, per behördlicher Anordnung den Betrieb von Bäckereien aufgrund zu hoher Lärmbelastung von Anwohnern einzuschränken.

© WhatsBroadcast
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