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Ermittler: Wer zahlte SPD-Kickern Fußball-Ausflüge in den Schwarzwald?

Eine Sprecherin des Ministeriums erklärte, zu der Fußballmannschaft existierten keinerlei Unterlagen. Es habe sich bei Spielen demnach offensichtlich nicht um dienstliche Veranstaltungen gehandelt. Auch eine Bezuschussung sei nicht erfolgt.

Die Reisekosten der SPD-Kicker sind wohl zum größten Teil aus der vom Steuerzahler bestückten SPD-Fraktionskasse überwiesen worden. 2009 beispielsweise waren über 30 Teilnehmer im Schwarzwald-Hotel untergebracht, die Fraktion zahlte dafür – wie bereits berichtet – 7800 Euro. Die Genossen genossen offenbar den Aufenthalt in der Herberge. In einem Bericht auf der Internetseite der „Roten Hosen“ ist über eine Kicker-Reise wörtlich zu lesen: „Das Fital-Hotel war wieder einmal Domizil für drei Tage. Relaxen und Fußball spielen standen auf dem Programm des Wochenendes. Mit von der Partie waren wie in der Vergangenheit Partnerinnen und Kinder. Alles in allem ein Fußball-Familien-Ausflug.“ Organisator der Turnierfahrten war der Ex-Fahrer von SPD-Landeschef Heiko Maas. Gegen ihn, einen Ex-Buchhalter sowie den früheren Fraktionsgeschäftsführer, der jetzt als Abteilungsleiter im Umweltministerium arbeitet, ermittelt der Staatsanwalt wegen Betrugsverdacht.

Frühere Teilnehmer der jährlichen Schwarzwald-Ausflüge berichten unterdessen, sie hätten sehr wohl einen Kostenbeitrag gezahlt. Von etwa 150 Euro pro Kopf ist die Rede. Petra Berg, Parlamentarische Geschäftsführerin, bestätigte, dass es Hinweise dafür gebe. In einigen Fällen seien Überweisungen offenbar auf ein Privatkonto des Ex-Fahrers bei einer Volksbank belegt. Andere Mitfahrer berichten von Barzahlungen an den Organisator.

Wo aber ist das Geld geblieben? Berg sagt, nur für 2007 sei bislang nachweisbar, dass 4000 Euro auf das Fraktionskonto gebucht wurden. Und 2012 hätten alle Teilnehmer ihre Rechnungen vor Ort bezahlt. Für die übrigen Jahre – nach Medienberichten waren die SPD-Kicker waren laut Medienberichten etwa 15 Jahre Stammgäste im „Dorf am Himmel“ – gibt es angeblich keine Hinweise auf den Verbleib der Teilnehmerbeiträge. Vielleicht findet der Staatsanwalt in den Unterlagen der Fraktion – so er sie denn endlich auf den Tisch bekommen sollte – eine Spur des Geldes.

© WhatsBroadcast
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