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Erst kicken, dann gucken: HBK Saar zeigt Ausstellung unter dem Titel ,,Sportbild – Weltbild”

Mit einem gegen die Wand gedroschenen Ball k(l)ickt man von einem Foto zum nächsten. Foto: HBK

Mit einem gegen die Wand gedroschenen Ball k(l)ickt man von einem Foto zum nächsten. Foto: HBK

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 in der Schweiz war der damals unbekannte Saarbrücker Sportfotograf Ferdi Hartung in die Stadien geschlichen und prompt wegen der fehlenden Akkreditierung erst des Stadions verwiesen und später festgenommen worden. Trotzdem gelang ihm eines jener Fotos, das zu den wichtigsten Bildern des „Wunders von Bern“ wurde, als die deutsche Nationalelf das Endspiel gegen Ungarn 3:2 gewann: Er lichtete den jubelnden Fritz Walter ab.

 

Auch wenn Ferdi Hartung fortan weltweit als Sportfotograf unterwegs war, blieb seine Lebensgeschichte eng mit dem saarländischen Fußball verknüpft. Jahrzehntelang fotografierte der gebürtige Malstatter auch für die Saarbrücker Zeitung. Insbesondere die 1960er und 1970er Jahre, in denen der 1. FC Saarbrücken und Borussia Neunkirchen in der Bundesliga spielten, hat er mit seinen Fotos geprägt. Er wurde zum Chronisten des heimischen Fußballs. Sein Foto „Fußballballett“, das Spieler von Borussia Neunkirchen und Dortmund in synchronem Sprung zeigt, wurde 2003 zum besten Foto in 40 Jahren Bundesliga gewählt. Immerhin sechs Mal gelang ihm das „Sportfoto des Jahres“.

 

2012 richtete das Historische Museum in Saarbrücken Hartung eine große Schau aus. Nun beleuchtet die Hochschule der Bildenden Künste Saar am Saarbrücker Ludwigsplatz in ihrer Galerie noch einmal das Werk des Saarbrücker Fotografen. Gezeigt werden nicht nur Exponate aus Hartungs Arbeit als Sportfotograf, sondern auch Motive, die bei zwei Weltreisen in den Jahren 1979 und 2001 entstanden sind. So erlaubt die Ausstellung auch einen Blick auf unbekannte Schätze.

 

Überraschend ist die kurzweilige Umsetzung der Ausstellung, die der Kommunikationsdesigner Ivica Maksimovic erdacht hat. Die schwarzweißen Sportfotos werden per Diashow an eine Wand geworfen. Um ein Bild weiter zu schalten, muss man mit dem Fußball auf die Projektionsfläche schießen. Auch die farbigen Reisefotos werden nicht einfach an die Wand gehängt, sondern müssen in Dia-Betrachtern angeschaut werden. Dabei sieht der Besucher ähnlich wie der Fotograf in einen Apparat und kommt Ferdi Hartungs Motiven so eindrucksvoll näher.

 

Läuft bis 9. Mai in der HBK-Galerie. Geöffnet: Di-Fr 17-20 Uhr, Sa: 12-18 Uhr.

 

© WhatsBroadcast
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