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Evangelische Friedenskirche wird entwidmet

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Göttelborn. Es gibt Nachrichten, die lassen gläubige Menschen nicht kalt. Eine solche Nachricht erreichte jetzt die SZ: Die Friedenskirche in Göttelborn wird schließen. Sie gehört zur evangelischen Kirchengemeinde Wahlschied/ Holz. Ellen Riehm, die stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums, rief an und gab bekannt, dass die Entwidmung bei der Landeskirche in Düsseldorf schon beantragt sei.

Die Grundsteinlegung für das außergewöhnliche Gotteshaus war im Mai 1966, fertig gestellt wurde es im darauffolgenden Jahr. Damals war Wolfgang Fleischer der Pfarrer. Heute ist es Jens Wilke. Es handelt sich um ein modernes, schlichtes Gebäude in Form eines Dreiecks mit einem freistehenden Glockenturm. Die Form, so erklärt Ellen Riehm, stelle den Bezug zur Dreifaltigkeit her und wurde von dem Architekten Arnold Becker aus Holz künstlerisch umgesetzt. Die Fenster wurden derweil von Boris Kleint aus Kutzhof gestaltet.

Wie Ellen Riehm erklärt, ist die Friedenskirche das einzige Gotteshaus der evangelischen Kirchengemeinde Wahlschied/Holz/Göttelborn, das nicht unter Denkmalschutz steht. Und nur ein- bis zweimal monatlich für den Gottesdienst genutzt wird. Aus diesem Grund sei die Wahl auf Göttelborn gefallen. Gleichwohl sei Pfarrer Wilke und dem gesamten Presbyterium die Entscheidung alles andere als leicht gefallen. „Die Kirche verfügt über eine wunderbare Akustik, sie wurde oft schon für kirchen musikalische Aufführungen genutzt“, sagt Riehm. Vor allem das Adventssingen erfreue sich seit Jahren großer Beliebtheit. „Marcel Adam und Detlef Schönauer sind mehrmals in unserer Kirche aufgetreten, sie brauchten kein Mikrofon und fühlten sich sehr wohl, weil sie sehr nah am Publikum waren“, fügt sie noch hinzu.

„Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“, sagt Pfarrer Jens Wilke im Gespräch mit der SZ. Seit 1986 ist er der Seelsorger in Göttelborn. Wegen ständig steigender Kosten und sinkender Kirchensteuer-Einnahmen sei man zu dem Schritt gezwungen gewesen. Pfarrer Wilke und das Presbyterium, so Ellen Riehm, würden sich allerdings freuen, wenn es recht bald gelingen könnte, einen Investor zu finden, der Interesse an dem außergewöhnlichen Gotteshaus hat.

52 Jahre nach ihrer Einweihung ist im Übrigen vergangenes Jahr auch die evangelischen Kirche in Quierschied geschlossen worden. Nachdem Pfarrer Hans-Lothar Hölscher die Entwidmung bekannt gegeben hatte, flossen bei den rund 150 Besuchern des letzten Gottesdienstes die Tränen.

© WhatsBroadcast
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