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FCK will wieder auf Aufstiegskurs

Kein Schönwetterkapitän sei er, meinte Kosta Runjaic, Trainer des Fußball- Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern, zuletzt. Es sind Worte, an denen sich Runjaic nun messen lassen muss. Denn nach drei Niederlagen in Folge wird die See nicht bloß ein wenig rauer – der Aufstiegsaspirant aus der Pfalz ist kurz vorm Kentern. Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf Tabellenplatz zwei (Greuther Fürth), der zum direkten Aufstieg berechtigt. Fünf sind es auf Platz drei (SC Paderborn), der immerhin die Chance über die Relegation offen ließe. Will der Tabellensiebte Kaiserslautern diesen Rückstand noch aufholen, sollte er sich in den verbleibenden elf Saisonspielen keinen Ausrutscher mehr erlauben.

Aber wie konnte der FCK im Kampf um den Aufstieg derart ins Hintertreffen geraten? Schließlich schien der Verein nach dem Wechsel von Ex-Trainer Franco Foda zu Kosta Runjaic im September auf dem besten Weg zurück ins Fußball- Oberhaus. Doch so schnell wie Runjaic den FCK in acht Spielen von Rang elf auf Platz eins geführt hatte, kam der Absturz.

Nur sechs Punkte stehen aus den vergangenen acht Liga- Partien zu Buche, vorläufiger Tiefpunkt war das 0:1 am vergangenen Spieltag beim Tabellenletzten Energie Cottbus. Die Krise der Roten Teufel manifestiert sich vor allem auf der Position, auf der sie nominell am besten besetzt sind: im Sturmzentrum.Dort bietet der FCK auf dem Papier gleich fünf namhafte Angreifer auf. Doch Mohamadou Idrissou und Olivier Occéan ließen zuletzt jegliche Torgefahr vermissen, Albert Bunjaku ist nach schwerer Verletzung noch nicht wieder in Tritt gekommen, Winter-Neuzugang Srdjan Lakic braucht offenbar längere Eingewöhnungszeit als gedacht, und Toptorschütze Simon Zoller (zehn Tore) ist nach Oberschenkelproblemen gerade erst wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Eine Hierarchie ist nicht erkennbar. Runjaic wechselt munter durch – und unterm Strich steht: kein Stürmertor des FCK im Jahr 2014.

Doch nicht nur im Angriff, auch an anderen Stellen auf dem Spielfeld hakt es. Gegen tief stehende Gegner lässt das Mittelfeld des FCK jede Kreativität vermissen. Die Flügelflitzer Marcel Gaus und Karim Matmour verzetteln sich in Zweikämpfen und nehmen das Tempo aus dem Spiel. In der Zentrale ist Markus Karl defensiv eine Bank, trägt aber kaum etwas zur Spieleröffnung bei. Enis Alushi läuft seit Wochen seiner Form hinterher, und auch Ruben Jenssen baute zuletzt wieder ab. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Abwehr, inklusive Torwart Tobias Sippel, immer wieder haarsträubende Patzer leistet. Das simple, aber erfolgreiche Rezept der FCK-Gegner: kompakt stehen und die Fehler nutzen.

Und Kosta Runjaic? Der 42- Jährige gibt sich besonnen, verweist auf die Schwierigkeit, die gegnerischen Abwehrbollwerke zu knacken, und beteuert, dass seiner Mannschaft nur ein Erfolgserlebnis fehlt. Doch will der FCK im Kampf um den Aufstieg noch ein Wort mitreden, muss der Kapitän das Schiff umgehend auf Kurs bringen. Bis Freitag, 18.30 Uhr, für das Heimspiel gegen Sandhausen.
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