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FCS-Stürmer Pisano ist sauer auf Trainer Luginger

Angreifer Giuseppe Pisano bekommt beim 1. FC Saarbrücken keiinen neuen Vertrag und ist sauer auf Trainer Jürgen Luginger.

Angreifer Giuseppe Pisano bekommt beim 1. FC Saarbrücken keiinen neuen Vertrag und ist sauer auf Trainer Jürgen Luginger.

Saarbrücken. Gestern war Giuseppe Pisano in Saarbrücken, um mit der Auflösung seiner Wohnung zu beginnen. Fußballdrittligist 1. FC Saarbrücken hat dem Stürmer mitgeteilt, dass der Verein in der kommenden Saison nicht mehr mit ihm plant. „Dabei hat man mir im November bereits einen neuen Vertrag in Aussicht gestellt und im Januar diese Aussage nochmals bekräftigt“, erzählt Pisano, „letzte Woche hat mich Dieter Ferner angerufen und mir die neue Entscheidung mitgeteilt“. Ähnlich wie im Fall Martin Forkel (wir berichteten exklusiv) ist der FCS im Frühjahr zu einer anderen Bewertung gekommen als noch im Herbst. „In der letzten Saison war ich noch wie aus dem Nichts bester Torschütze. Jetzt wirft mir der Verein vor, ich sei ständig verletzt“, so der Ex- Schalker weiter.

Blickt man in die „Krankenakte Pisano“, kann man die Einschätzung der Verantwortlichen nachvollziehen. Schon in der Saison 2010/11 plagte sich der heute 23-Jährige ständig mit Adduktorenproblemen herum. Im April 2011 hieß es Bauchmuskelzerrung, die dann im Juni 2011 als Leistenbruch diagnostiziert wurde. Im November folgte ein Gefäßriss im Oberschenkel und schließlich im Januar 2012 ein doppelter Bänderriss im Sprunggelenk. „Das Loch in der Leiste wurde lange als einfache Entzündung behandelt“, schimpft Pisano: „Was offiziell als Pferdekuss mit Einblutung verkauft wurde, war ein 13 Zentimeter langer Riss in einem Blutgefäß.“ Pisano besteht darauf, kein Weichei zu sein, was die medizinische Abteilung bestätigt. „Die Leistengeschichte liegt vor meiner Zeit“ sagt Dr. Roland Kuppig, Mannschaftsarzt des FCS, „bei der Oberschenkelverletzung sind Diagnose und Therapie korrekt erfolgt.

Die von mir empfohlene Operation erfolgte auf Wunsch des Spielers in Düsseldorf. Auch die Bändergeschichte ist eine schwerwiegende.“ Was Pisano am meisten ärgert, ist aber das angebliche Verhalten von Trainer Jürgen Luginger: „Vor der Saison hat er groß verkündet, wir müssen alle zusammenhalten wie eine Familie. Dann ist eins der Kinder krank und der Vater hat es nicht mal nötig, anzurufen und zu hören, wie es geht. Es gab überhaupt kein Feedback vom Trainer.“ Luginger ist sauer: „Ist es nicht die Pflicht eines Angestellten, sich bei seinem Chef zu melden?“, fragt er, „wir haben ihn immer unterstützt. Ich habe oft versucht, ihn zu erreichen, er hat sich nie gemeldet. Aber bei ihm sind immer die anderen schuld.“ Giuseppe Pisano hat unter die Zeit in Saarbrücken einen Schlussstrich gezogen.

„Ich bin nicht traurig, ich habe hier echte Freunde gefunden und hätte mich gerne mit drei, vier guten Spielen verabschiedet“, sagt er und blickt in die Zukunft: „Ich bin 23 Jahre alt und will weiter professionell Fußball spielen.“ Das wird auch Enver Marina und zwar weiter beim FCS. Der 35-jährige Torhüter unterschrieb gestern einen Einjahresvertrag: „Es gibt hier nur einen Verein. Das ist der FCS. Ich bin stolz und dankbar, hier spielen zu dürfen.“
© WhatsBroadcast
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