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FCS erkämpft sich in Erfurt einen Punkt

Der FCS spielte am Samstag (31.03.2012) in Erfurt 1:1 unentschieden.

Der FCS spielte am Samstag (31.03.2012) in Erfurt 1:1 unentschieden.

Erfurt. Beim Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken war es der Mittelpunkt des Trainings in der vergangenen Woche: schnelles Umschalten von Abwehr auf Angriff, Schaffen und Ausspielen von Überzahlsituationen. Hundert Mal hatten die Spieler es geübt, doch die Umsetzung im Spiel bei RW Erfurt am Samstag war mangelhaft – und so endete die Partie 1:1 (1:0). Zwei Mal rannten in der Schlussphase vier Saarbrücker auf zwei Erfurter Abwehspieler zu – einmal konnte ein Verteidiger klären, einmal verstolperte Marius Laux in der 91. Minute die Chance zum 2:1-Siegtor.

„Ein Kerl wie ein Baum, aber ein Selbstbewusstsein wie ein Gänseblümchen“, sagte Sportdirektor Dieter Ferner kopfschüttelnd über Laux, der zu Beginn der Saison alles, in der Rückrunde fast nichts mehr traf. Doch nicht nur er vergab, auch Marcel Ziemer (92. Minute), Lukas Kohler (88.) Martin Forkel (76.) und Ufuk Özbek (66.) scheiterten frei vor und am glänzenden Erfurter Torwart Andreas Sponsel. „Es macht ja kein Spieler extra. Die Jungs sitzen in der Kabine und sind stinksauer“, sagte FCS-Trainer Jürgen Luginger, „aber es ist vielleicht auch genau die Art von Qualität, die uns fehlt, um ganz oben mitzumischen.“

Dennoch sah es in dieser vom starken und böigen Wind beeinflussten Partie lange so aus, als könne ein einziger Auswärtstreffer zum großem Glück für Luginger und seine Mannschaft ausreichen. Einen Freistoß von Marc Lerandy aus der eigenen Hälfte verlängerte Ziemer per Kopf zu Özbek. Der ließ den Ball zu Johannes Wurtz prallen – und gegen dessen Linksschuss unter die Latte war Sponsel machtlos. Das 1:0 in der 31. Minute war die erste gelungene Aktion der Saarbrücker in der gegnerischen Hälfte. Bis dahin hatte Erfurt vor 4980 Zuschauern im Steigerwald-Stadion die Partie bestimmt.

„Nach dem Tor hatten wir das Spiel im Griff, haben kaum was zugelassen“, sagte FCS-Abwehrspieler Martin Forkel, „dass wir dann noch den Ausgleich bekommen, fühlt sich an wie eine Niederlage.“ Das 1:1 erzielte der eingewechselte Erfurter Dominick Drexler: Er tanzte an Lukas Kohler, Tim Kruse, Forkel und Lerandy vorbei und traf zum Endstand (79.). „Vom Aufstieg braucht jetzt keiner mehr zu reden“, sagte der Ex-Saarbrücker Olivier Caillas in Diensten der Erfurter auf seine Mannschaft bezogen – doch das trifft für beide Mannschaften zu. Caillas' Trainer Stefan Emmerling fügte hinzu: „Am Ende steht man in der Tabelle dort, wo man hingehört.“ Für den FCS wäre das derzeit Platz neun – acht Punkte vor dem ersten Abstiegsplatz, den der SV Wehen belegt, zehn Zähler hinter Relegationsrang drei sowie acht hinter Platz vier, der zur Teilnahme am DFB-Pokal berechtigt.

Den kann der FCS wohl nur noch über den Saarlandpokal erreichen, wo der Drittligist am kommenden Mittwoch um 17.30 Uhr im Viertelfinale bei Oberligist Borussia Neunkirchen antreten muss. „Das ist eine gute Mannschaft, die werden uns alles abverlangen“, blickte Abwehrspieler Christian Eggert voraus. Luginger erklärte: „Wir haben nun fünf Spiele in zwei Wochen, das ist mit unserem kleinen Kader eine Mammutaufgabe.“
© WhatsBroadcast
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