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Facebook-Mail über „Kinderfänger“ ist Falschmeldung

Saarbrücken. Entwarnung für besorgte Eltern: Der Hinweis auf einen weißen VW-Bus, dessen Fahrer landesweit Schulkinder in seinen vermeintlichen Schulbus locken wollte, hat sich laut Saarbrücker Polizei als Fehlalarm erwiesen. „Diese Falschmeldung hat sich im Schneeballsystem auf Facebook verbreitet. Im Saarland war dieser Mann nicht“, sagt Georg Himbert von der Landespolizeidirektion Saarbrücken.

Auslöser war eine E-Mail des saarländischen Bildungsministeriums an die Grundschulen im Regionalverband Saarbrücken, in der vor besagtem Mann gewarnt wurde. Auf diese Mail hin reagierten viele Eltern besorgt. Ministeriumssprecher Erik Harms verteidigt den Warnhinweis. „Wir haben diesen Vorfall natürlich ernst genommen“, sagt er und verweist auf den sachlichen Ton des Schreibens, der die Eltern generell darauf hinweisen sollte, ihre Kinder für einen Umgang mit Fremden zu sensibilisieren. Eine zweite Entwarnungsmail sei daher nicht geplant. „Alle Beteiligten haben sich mit der Kontaktaufnahme richtig verhalten“, sagt Harms.

Gemeint ist der Hinweis besorgter Eltern, die über ihre Kinder und Facebook von dem vermeintlichen Schulbusfahrer erfahren und sich schließlich über eine Schulleiterin an das Bildungsministerium gewandt haben. In Rücksprache mit Schulaufsichtsbeamten habe man das Schreiben an die Grundschulen und die Polizei aufgesetzt. „Wenn Eltern Hinweise an uns herantragen, können wir nicht davon ausgehen, dass der Ursprung davon im Internet liegt“, erklärt Harms. Die Warnung über den vermeintlichen Schulbus hatte sich bundesweit in Windeseile auf Facebook verbreitet.

Nach Angaben diverser Schüler wurde der Mann in Österreich und vielen Bundesländern gesehen. Ob es diesen aber überhaupt gibt, ist ungeklärt. Kinder in Klagenfurt gaben laut des österreichischen Senders ORF zu, sich die Geschichte ausgedacht zu haben. dkl

© WhatsBroadcast
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