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Fall Tanja Gräff: Spur führt nach Homburg

Seit drei Jahren leben die Eltern der vermissten Trierer Studentin Tanja Gräff in Ungewissheit, was aus ihrer Tochter wurde. Nun greifen sie nach einem Strohhalm: Eine mögliche Spur, die nach Homburg führt.

Trier. Über 2000 Hinweise, die bei der Polizei eingegangen sind und mehr als 800 Spuren, die eine eigens eingerichtete Sonderkommission zudem verfolgt hat und dennoch bleibt das Verschwinden der Trierer Studentin Tanja Gräff ein Rätsel.

Drei Jahre ist es her, am Montag auf den Tag genau, als die junge Frau von einem Sommerfest der Fachhochschule Trier nicht mehr nach Hause zurückkehrte. Die Ungewissheit, was Tanja zugestoßen sein könnte, verlangt der Familie unbeschreiblich viel ab.

Dennoch hoffen Tanjas Eltern, irgendwann Gewissheit zu bekommen. Jeder noch so kleine Hinweis nährt diese Hoffnung. So stützen sie sich auf die Aussage eines Zeugen, der kurz nach Tanjas Verschwinden eine Beobachtung in Homburg gemacht hat.

Beobachtung in Homburg
Seit 7. Juni 2007 fehlt von der Studentin jede Spur. Der Zeuge aus Homburg will zwei Tage nach Tanjas Verschwinden, also am 9. Juni 2007, gegen 23.50 Uhr (es war der Samstag nach Fronleichnam) einen Mann in der Homburger Kanalstraße beobachtet haben, wie der eine schlanke Frau auf seiner Schulter über die Straße trug.

Der Mann habe dunkle Haare, sei etwa zwischen 38 und 43 Jahre alt, um die 1,80 Meter groß und bis zu 90 Kilogramm schwer. Die junge Frau soll der vermissten Studentin ähneln. Der Zeuge habe gesehen, dass die Frau regungslos über den Schultern hing und mit kraftloser Stimme um Hilfe wimmerte. Der Mann habe die junge Frau in einen weißen Peugeot Kombi gelegt. Das Fahrzeug, mit auffallend weißen Radkappen, stamme etwa aus den 80er Jahren.

„Der Vorfall wurde uns damals von den Homburger Kollegen gemeldet“, sagt Christian Soulier von der Kriminaldirektion Trier im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. Der Kriminalhauptkommissar ist Leiter des Kommissariats für Kapitaldelikte. Der Vorfall in Homburg habe damals in keinem „gedanklichen Zusammenhang mit der vermissten Tanja gestanden“.

Wer hat etwas gesehen?
Er unterstützt die Initiative der Familie Gräff, Zeugen zu finden, die diesen Vorfall ebenfalls gesehen haben oder vielleicht wissen, um welche Personen oder um welches Auto es sich handelt. „Und wenn es die Frau oder der Mann selbst ist, die diese Situation aufklären könnten, das würde uns schon helfen“, bitten Karl-Heinz und Waltraud Gräff. Wenigstens hätte das Ehepaar dann Gewissheit, dass es sich nicht um ihre Tochter gehandelt hat.

Tanja wäre heute 24 Jahre alt. Welches Schicksal sie ereilte, bleibt ungeklärt. „Wir klammern uns dennoch an jeden Strohhalm“, sagt Karl-Heinz Gräff. Die Hoffnung, ihre Tochter lebend in die Arme schließen zu dürfen, ist verschwindend gering, aber einen kleinen Hoffnungsschimmer möchte sich der Familienvater bewahren. „Vielleicht ist meine Tochter irgendwohin verschleppt worden“, meint Karl-Heinz Gräff. Die Sorge darüber, was geschehen sein könnte, zehrt enorm. „Wir schleppen uns von Tag zu Tag.“

Hintergrund
Im Zusammenhang mit dem Verschwinden der Trierer Studentin Tanja Gräff werden Zeugen gesucht, die am 9. Juni 2007, gegen 23.50 Uhr in Homburg beobachtet haben, wie ein Mann eine Frau über die Schultern zu einem Peugeot Kombi, etwa 80er Baujahr, weiß mit weißen Radkappen, trug.

„Nur seriöse Hinweise“, darum bittet die Familie. Die Polizei nimmt sachdienliche Hinweise entgegen, entweder in Trier, Telefon 0651 97792290 oder Homburg 06841 1060. hth



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