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Fauler Lotto-Gewinn: Saarbrücker Polizei warnt vor „Dr. Braun & Partner“:

»Dr. Braun & Partner« ist nach Recherchen unserer Zeitung lediglich eine Briefkastenfirma in der Nähe von Cloppenburg.

»Dr. Braun & Partner« ist nach Recherchen unserer Zeitung lediglich eine Briefkastenfirma in der Nähe von Cloppenburg.

„Dr. Braun & Partner“ ist nach Recherchen unserer Zeitung lediglich eine Briefkastenfirma in der Nähe von Cloppenburg. Nahezu identische Schreiben wurden in den vergangenen Monaten auch verschickt unter den Namen „Dr. Müller & Partner“, „Dr. Schulz & Partner“, „Dr. Klein & Partner“, „Dr. Schmidt & Partner“, „Dr. Beckmann & Partner“ – die Liste ließe sich weiter fortsetzen.

Ausgetüfteltes Vorgehen

Die Polizei sieht in dem Schreiben eine „straflose Vorbereitungstat zu einem Betrug“. Von Betrug selbst könne erst dann die Rede sein, wenn der angeschriebenen Bürger auch tatsächlich geschädigt wurde, so Polizeisprecher Georg Himbert. Er vermutet, dass diejenigen, die an den für 12. und 13. Juli angesetzten Verkaufsfahrten von „Dr. Braun & Partner“ teilnehmen, zunächst eine Bearbeitungsgebühr an den angeblichen Finanzdienstleister entrichten müssen, um den Gewinn zu erhalten. Werde dieser dann nicht ausgezahlt, sei der Straftatbestand Betrug erfüllt.

Eine andere Strategie des mutmaßlichen Kaffeefahrt-Anbieters – wenn auch mit gleichem Betrugsergebnis – vermutet Gertrud Truar von der Verbraucherzentrale Saar. Die Expertin glaubt, dass die Teilnehmer eine überteuerte Reise buchen sollen, auf die dann ein Nachlass in Höhe der angeblichen Gewinnsumme von 946,72 Euro „gewährt“ werde. Die Verbraucherzentrale rät, das Schreiben schlicht zu ignorieren – oder per Formschreiben „Dr. Braun & Partner“ aufzufordern, die persönlichen Daten zu löschen. Entsprechende Formschreiben gibt es im Internet unter www.vz-saar.de.

Weshalb die Postfachadressen von Kaffeefahrt-Anbietern auffällig oft im Raum Cloppenburg angesiedelt sind, weiß bei der niedersächsischen Kreisstadt niemand so recht zu beantworten. In der Vergangenheit habe es bereits mehrere Ermittlungsverfahren gegen solche Firmen gegeben, berichtet Ansgar Meyer, Sprecher der Kreisverwaltung Cloppenburg. „Aber wir haben nur dann eine Handhabe gegen diese Leute, wenn eine gewerberechtliche Unzulässigkeit vorliegt – also beispielsweise Sozialversicherungsabgaben nicht gezahlt wurden.“ Ein Mitarbeiter des Cloppenburger Ordnungsamtes, der anonym bleiben möchte, sagte der SZ: „Die Ermittlungen laufen oft ins Leere, weil die Postfächer unter falschem Namen beantragt werden.“ Er beschäftigt sich im Ordnungsamt seit Langem mit den Ermittlungen gegen Gewinnspiel-Anbieter – und sieht sich bedroht. Er sei „verfolgt“ und sein Auto kürzlich demoliert worden. „Sie dürfen nie vergessen: Es geht hier um viel Geld“, sagt er.

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