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Finn (21) ist raus bei „Rising Star“

Eine große Chance, ein Sprungbett. Das sollte „Rising Star“ für Finn Raber aus dem St. Wendeler Stadtteil Dörrenbach werden. Doch sein erster Auftritt bei der RTL-Casting-Show am Samstag war zugleich sein letzter.

Mit dem Lied „Rather be“ (Clean Bandit) wollte sich der 21-Jährige in die Herzen der Zuschauer und damit in Runde zwei singen. Er schnallte sich die Gitarre um und stellte sich vor die sieben Meter hohe und 20 Meter breite LED-Wand auf der Showbühne. Mit den ersten Tönen erschienen die ersten Fotos auf der Wand und damit die ersten Votes für ihn. 75 Prozent der Stimmen musste er erreichen, dann würde sich die Wand für ihn heben. Den Weg freimachen zum Publikum und der Jury, bestehend aus den Musikern Sasha, Gentleman, Anastacia und Joy Denalane. Zunächst stieg das Stimmen-Barometer - dann stagnierte es: 46 Prozent. Damit war Finn raus.

Keines der Jurymitglieder hatte für ihn gestimmt, die Kritik war dementsprechend hart. „Vielleicht ist diese Bühne zu groß für Dich“, meinte Joy Denalane, während Jurykollege Sasha das Gefühl hatte, Finn habe sich nicht wohl gefühlt. „Ich hatte gehofft, dass Du den Moment der Angst überwindest.“

Nervös, ängstlich? Eigentlich sei er vor dem Auftritt gar nicht so nervös gewesen, sagt Finn Raber am Sonntag im SZ-Gespräch. Den Eindruck der Jury könne er nicht nachvollziehen. „Ich habe mir den Auftritt nochmal angeschaut“, sagt der 21-Jährige. „Ich finde nicht, dass ich nervös gewirkt habe. Konzentriert, ja, aber nicht ängstlich.“

Nicht einmal 24 Stunden nach seinem Ausscheiden kann Finn schon wieder lachen. „Klar, war ich anfangs sehr enttäuscht. Aber jetzt hake ich es als Erfahrung ab.“ Seine lockere Art und die Angewohnheit, auch mal einen Witz zu reißen, bringen ihm derzeit auf der Facebook-Seite von „Rising Star“ auch negative Kommentare ein. Denn nach der Kritik von Anastacia, die ihn rausgewählt hatte, hatte er gesagt: „Kein Problem, ich habe ihr auch keine Stimme gegeben.“ Damit bezog sich der 21-Jährige auf den Auftritt der US-Sänger im Vorfeld der Casting-Show. Testweise hatte sie sich vor die LED-Wand gestellt und gesungen.

Finns flotten Spruch werten einige in der Facebook-Community als arrogant und Ausdruck mangelnden Respekts gegenüber den Stars. Dabei war es wohl mehr die Enttäuschung. Und zwar die Enttäuschung vor allem darüber, was die Jury nicht gesagt hat. „Ich hätte mir einfach mehr konstruktive Kritik und echte Tipps gewünscht“, so der Jungmusiker. Letzteres gab es auch nicht hinter den Kulissen. Denn die Jury habe er nie persönlich kennen gelernt.

Was Finn in guter Erinnerung seines Casting-Abenteuers behält, sind die anderen Talente. „Die sind mir ans Herz gewachsen“, sagt Finn. Und so sind seine Gedanken bei denen, für die der Weg bei „Rising Star“ weitergeht. Wie der sein wird, steht in den Sternen. Denn es gibt heftige Kritik an RTL und dem Showformat. Der Grund: In zwei Fällen deuteten die ausgeschiedenen Talente an, dass sie sich das Lied für ihren Auftritt nicht hatten selbst aussuchen dürfen. Die Jury hatte ihnen als Begründung für das Nichtweiterkommen die falsche Songauswahl genannt. Auf die Vorwürfe der Talente reagierten die Stars überrascht.Finn indes war zufrieden mit seinem Lied „Rather be“. Vorgeschlagen hatten es in seinem Fall die Verantwortlichen. Unmittelbar nach der Show reagierte RTL auf der „Rising Star“-Facebook-Seite auf die Vorwürfe: „ Die Talente machen selbst Vorschläge, oder sie bekommen Songvorschläge. Entscheiden tun am Ende nur sie selbst.“ Ob die aufgebrachten Fans damit zu beruhigen sind, bleibt abzuwarten.

Finn für seinen Teil verzichtet künftig auf Casting-Shows. Der Musik aber bleibt er treu, kündigt er an.
© WhatsBroadcast
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