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Flammen-Inferno: 82-jährige stirbt bei Wohnhaus-Brand in Bliesen

Als die Feuerwehr am Unglücksort ankam, stand bereits das komplette Gebäude in Flammen.

Als die Feuerwehr am Unglücksort ankam, stand bereits das komplette Gebäude in Flammen.

Bliesen. Dramatische Szenen am Dienstag Mittag (29.06.2010) in Bliesen. Ein beschauliches Wohnviertel wird ins Chaos gestürzt. Zwischen den idyllisch angelegten Häusern mit ihren schmucken Vorgärten wütet ein Feuer. Ein Ein-Familien-Haus steht lichterloh in Flammen. Schon von der etwa fünf Kilometer entfernt liegenden St.Wendeler Innenstadt aus ist eine schwarze Rauchsäule über dem Stadtteil zu sehen.

Als um 11.02.Uhr der Notruf eingeht, machen sich Einsatzkräfte gleich mehrerer Feuerwehren aus den umliegenden Dörfern zum Unglücksort auf. Als sie das Wohnhaus am Ende der Straße Auf dem Schänzchen erreichen, schlagen die Flammen aus allen Fenstern. Stefan Grewener von der St. Wendeler Wehr wenig später: „Das komplette Gebäude stand schon in Brand.“

Doch es kommt für alle noch viel schlimmer: Den Rettungskräften wurde beim Alarm mitgeteilt, dass eine Frau in dem Haus sein soll. Und obwohl dichter, heißer Rauch die Räume geflutet hat, marschieren Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten in die Flammenhölle, um die Bewohnerin zu retten. Grevener: „Jede Hilfe kam zu spät. Die 82-Jährige starb in den Flammen - vor Eintreffen der Feuerwehr.“

50 Feuerwehrleute im Einsatz
Das bedeutet: Auch Notfallseelsorger werden vor Ort dringend gebraucht. Zwei kommen aus St.Wendel, einer aus Theley. Die Angehörigen des Opfers leben in direkter Nachbarschaft. Sie benötigen in dieser Schocksituation dringend Beistand. Und auch für die Retter vor Ort ist der Einsatz mit den damit verbundenen Eindrücken belastend.

Dirk Schäfer, ebenfalls von der St. Wendeler Feuerwehr an der Unglücksstelle: „Jeder verarbeitet das individuell anders. Aber es setzt schon zu.“ Während er das sagt, beobachten Nachbarn im Umfeld der tragischen Stelle mit bestürzter Mine den Einsatz. Schweigend.
Die Löscharbeiten sind im vollen Gange.

50 Feuerwehrleute aus St. Wendel, Bliesen, Winterbach, Oberlinxweiler und Urweiler im Einsatz. In ihren Monturen nass geschwitzt. Ihnen setzt nicht nur das Feuer zu. Auch das hochsommerliche Wetter mit bis zu 30 Grad macht allen zu schaffen. Ebenso den 15 Helfern des Deutschen Roten Kreuzes (DRK).

Kriminalpolizei ermittelt
Mittlerweile ist es halb eins, und noch immer quillt brauner Rauch zwischen den Ziegeln hervor. Von einer Feuerwehrleiter aus spritzen zwei Feuerwehrmänner unaufhörlich Löschwasser auf das Dach. In der drückenden Luft liegt verschmorter Geruch.

Jetzt treffen Kollegen der Kriminalpolizei ein, um die Unglücksursache herauszubekommen. Doch am Abend meldet der St. Wendeler Polizeisprecher Otmar Löber: „Wir werden erst am Mittwoch weiterermitteln. Die Spurensuche musste abgebrochen werden.“ Denn immer wieder loderten kleinere Brandherde auf. Zu gefährlich für Polizeiuntersuchungen. Stefan Grewener von der Feuerwehr bestätigt kurz darauf: „Wir sind noch im Einsatz.“


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