L269 zwischen Riegelsberg und Püttlingen Fahrbahnerneuerung, beide Fahrtrichtungen gesperrt, von 17.08.2018 17:00 Uhr bis 19.08.2018 20:00 Uhr (16.08.2018, 12:25)

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Fotos: Ostermontag beim Güdinger Pferderennen

„Ich habe zuhause ein ganzes Sortiment von Hüten“, sagt die Zweibrückerin. „Ohne geht nicht“, meint sie. Auch wenn das triste Wetter eigentlich dagegen spricht: „Ich habe mir gesagt: Bei Regen erst recht.“ Auf Hüte stehe sie schon immer: „Das habe ich wohl von meinen beiden Omas.“

Stolze Oma ist auch Gerda Fritsch aus Güdingen. Mit ihren 85 Jahren gehört sie quasi zum Inventar auf der Güdinger Rennbahn. 1948 war sie das erste Mal dort und hat seitdem kaum einen Renntag verpasst. Und wenn sie da ist, dann hat sie auch immer einen Hut auf. Inspiriert dazu haben sie die Windsors. „Irgendwann wollte ich einen Hauch von Ascot auf meine Rennbahn nach Güdingen bringen“, sagt sie. In diesem Jahr sieht das so aus: rosa Grundmodell, verziert mit vielen bunten Plastikeiern, einem Huhn und einem Osterhasen.

Das bunte Grundmodell kauft sie stets ein: „Bei Karstadt, wo ich lange gearbeitet habe.“ Für den Schmuck sorgt sie dann selbst. Nur im Vorjahr war sie ungewohnt schlicht auf die Rennbahn gekommen. „Da hatte ich die Flemm“, erinnert sie sich. Kurz zuvor hatte sie ihren Mann Hans verloren. „Da haben mich schon viele Leute gefragt, was denn los sei“, erinnerte sie sich. Als nun wieder die Rennsaison vor der Tür stand, war für Fritsch gleich klar: „Dieses Mal komme ich wieder so, wie die Leute mich kennen.“

Ilona Braun hat sich für einen knallroten Haubenhut entschieden. „Als Kontrast zu dem Grau am Himmel“, erläutert sie ihre Wahl. Katrin Simmels Knautschhut ist dagegen tiefschwarz. „Das ist mein Einsteigermodell. Das sollte noch nicht so knallig sein, lieber neutral. Und schwarz geht immer“, sagt sie. Simone Becker hat sich für einen Hut mit Krempe im Leoparden- Look entschieden, weil er gut zum Mantel passt.

Mit Hut sind auch viele Männer unterwegs, sie setzen aber überwiegend auf konservative Modelle in Schwarz, Grau oder Braun. Einer von ihnen ist Peter Schmidt: „Ich denke, wir tragen den Hut mehr aus praktischen Gründen, etwa weil der Wind heute ungemütlich kalt über die Rennbahn fegt.“ Der Hut hat einfach nur die Aufgabe, Wind und Regen vom Haupt abzuhalten. Albert Kunkel liefert einen anderen Grund für seine Kopfbedeckung. „Das ist meine Glückskappe“, sagt er und zeigt auf sein Modell, das im Saarland als „Batschkapp“ bezeichnet wird. Er will am Wettschalter bei den Rennen ein wenig zocken. „Nichts Großes, wir haben uns einen kleinen Rahmen gesetzt, den wir auch einhalten“, berichtet er. Und wenn er beim Wetten auf die Vierbeiner seine Glückskappe trug, dann gewann er in den vergangenen Jahren immer. al

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