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Für Tiere zum Teil genau so erschreckend wie die Knallerei zu Silvester

Für Tiere ist Fastnacht kein Vergnügen.

Für Tiere ist Fastnacht kein Vergnügen.

Weihnachten und Silvester liegen gerade erst hinter uns und schon befinden wir uns wieder mitten drin in der „fünften Jahreszeit“ – dem Fasching. Eine Jahreszeit die in Österreich gerne, wenn auch regional bedingt, völlig unterschiedlich zelebriert wird. Während man in Wien schön herausgeputzt eher traditionelle Bälle besucht und Maskierungen sich hauptsächlich auf Kinder und Jugendliche beschränken, ist das karnevaleske Treiben in vielen ländlichen Gebieten Österreichs ein äußerst beliebtes Spektakel. Laute Umzüge, hemmungslose Narrenfeste und feuchtfröhliche Kostümpartys machen uns Menschen mit ihrer Ausgelassenheit eine große Freude. Für viele Heimtiere bedeutet der Fasching jedoch eine mindestens genau so schreckliche Erfahrung, wie die Knallerei zu Silvester – vor allem für jene Tiere, die von ihren verantwortungslosen Haltern in den ausgelassenen Trubel mitgenommen werden.

„Hunde haben auf einem Faschingsumzug nichts zu suchen und sie dorthin mitzunehmen grenzt an Tierquälerei!“ meint Sascha Sautner, Sprecher der Pfotenhilfe. „Die Geräuschkulisse, Pistolenschüsse, Trompeten, Trommeln, Rasseln oder andere Krachmacher verschrecken die Tiere nur unnötig. So etwas kann beim Vierbeiner unter Umständen zu einem Knalltrauma führen“ fügt der Tierschützer hinzu. Nicht nur der Lärm kann für unsere Schützlinge zur Gefahr werden, auch auf dem Boden lauern bei Umzügen und Straßenfesten viele Gefahren. Scherben von heruntergefallenen Trinkgläsern und Flaschen oder klebrige Naschsachen, die für das Tier alles andere als gesund sind. Abgesehen von allen Gefahren, muss man sich einfach in sein Tier hineinversetzen. „Würden Sie sich wohl fühlen, wenn sie umzingelt von alkoholisierten herumstolpernden Narren die ihnen die Sicht versperren, ständig nur Tritten ausweichen müssen?“ so Sautner.

Auch auf lustige Tierkostüme, die man heutzutage überall kaufen kann, bittet die Pfotenhilfe zu verzichten. Zwar sieht es natürlich absolut entzückend aus, wenn der Mops zur Fledermaus oder das Schoßhündchen zum gefährlichen Löwen wird, doch seinem Tier macht man damit keine große Freude. Meist beeinträchtigen die Kostüme die Bewegungsfreiheit der Tiere und sind aus Materialien hergestellt, die weder für Mensch noch Tier gesund sind – vor allem nicht wenn sie zerkaut oder gar verschluckt werden. „Verzichten Sie bitte auch darauf, Ihren Schützling mit buntem Haarspray einzufärben. Die Chemikalien der meist recht billig hergestellten Sprays sind äußerst ungesund“, fügt der Tierschützer hinzu.

Auch für Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Vögel kann ein Faschingsumzug oder eine Faschingsparty schnell viel Stress bedeuten. Wenn ein Umzug direkt an Ihrem Haus entlangzieht, dann ist es empfehlenswert, die Käfige der Tiere in einen ruhigen Raum zu übersiedeln. Das gilt auch für Kinderpartys. Tiere wie Meerschweinchen sind extrem schreckhaft und darum sollten diese Tiere erst gar nicht im Kinderzimmer gehalten werden. Vor allem wenn es um Kinderfeste geht, sollten die Kids darauf aufmerksam gemacht werden, mit den Tieren keinen Schabernack zu treiben. „Die Tiere wollen weder in Kostüme gepfercht werden, noch möchten sie zu Selfies für Facebook und Co. mit fremden, kostümierten Menschen gezwungen werden“, so Sautner. Zum Glück lassen sich Katzen diesen Unsinn meist nicht gefallen, Hunde lassen jedoch oft vieles über sich ergehen und leiden meist still.

Wenn man sich also bereits vor dem Fasching mit den Bedürfnissen seines Tieres auseinandersetzt und dementsprechend vorsorgt, dann sollte dem ausgelassenen aber tierfreundlichen Treiben nichts im Wege stehen. „Lassen Sie es diesen Fasching ruhig krachen, aber wenn Ihnen Ihre Tiere wichtig sind, dann bitte leise“, so der Tierschützer abschließend.

© WhatsBroadcast
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