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Fußball: 1. FC Saarbrücken dreht Karlsberg Zapfhahn zu

Saarbrücken. Fünf Jahrzehnte lang war die Karlsberg-Brauerei Partner des 1. FC Saarbrückens. Mehrere Jahre prangte ihr Logo auf den Trikots des Fußball-Clubs. Der Drittliga-Aufsteiger führte das Homburger Unternehmen als Premium-Sponsor. Das scheint vorbei. "Uns liegt ein unterschriftsreifes Dreijahres-Angebot der Bitburger-Brauerei vor, das doppelt so hoch ist wie der bisherige Kontrakt", erklärt FCS-Präsident Horst Hinschberger: "Die Verhandlungen hat unser Schatzmeister geführt. Mir hat man in einer Präsidiums-Sitzung mitgeteilt, dass sich die Karlsberg-Brauerei künftig verstärkt in Kaiserslautern engagieren wolle. Daher sei das Unternehmen nicht unglücklich, beim FCS aussteigen zu können."

Das aber weist Karlsberg zurück: "Diese Aussage haben wir nie getroffen", sagt Karlsberg-Sprecherin Monika Löw: "Der 1. FC Saarbrücken ist uns genauso wichtig wie der FCK. Wir haben nie darüber nachgedacht, den FCS aufzugeben."

Wie kam es zum Bruch?

"Vor vier Monaten haben sich Schatzmeister Dieter Weller und Vize-Präsident Harald Ebertz im Präsidium bereit erklärt, die Verantwortung für das Marketing zu übernehmen und die Sponsoren-Gespräche zu führen", erklärt Hinschberger. Löw sagt, dass mit Weller gesprochen und ihm ein Angebot vorgelegt wurde: "Angeblich lagen wir nicht weit auseinander. Vor zwei Wochen haben wir dann von Gesprächen mit einem Mitbewerber gehört. Herr Weller war für uns seither nicht zu erreichen."

In einer E-Mail vom 1. Juni schreiben Karlsberg-Marketingleiter Jochen Strobel und Geschäftsführer Uli Grundmann an Weller: "Sehr geehrter Herr Weller, mit einigem Erstaunen wurde uns heute durch ein Telefonat mit meinen Kollegen der Bitburger-Brauerei bekannt, dass sich der 1. FC Saarbrücken bereits für die Bitburger-Brauerei als Sponsoringpartner entschieden hat. Diese Vorgehensweise irritiert uns in höchstem Maße, da wir seit unserer Angebotsabgabe am 1. April auf ein Feedback warten... Trotz zahlreicher Kontaktanläufe meiner Mitarbeiter waren Sie nicht erreichbar, um das Angebot zu besprechen. Letzte Woche konnte zumindest Herr Strobel mit Ihnen in Kontakt treten, der noch mal unterstrichen hat, wie wichtig uns eine weitere Partnerschaft mit dem 1. FCS ist und dem Sie versichert haben, das Karlsberg-Angebot in der Ausschusssitzung des 1. FCS vorzustellen." Weiter heißt es: "Wir sind verwundert, dass der 1. FCS, ohne einen abschließenden Dialog mit Karlsberg geführt zu haben, einen Vertrag mit einer anderen Brauerei abgeschlossen hat. Die Enttäuschung über das Vorgehen in dieser Sache ist auf unserer Seite riesengroß. Schließlich liegen über 50 Jahre partnerschaftlicher Zusammenarbeit hinter uns, in denen die Karlsberg-Brauerei den 1. FCS durch alle sportlichen Höhen und Tiefen begleitet hat." Grundmann sagt gegenüber der Saarbrücker Zeitung: "Wir sind keine schlechten Verlierer, aber wir müssen erst einmal mitspielen dürfen."

Das beste Angebot lag am Ende vorn

Hinschberger zeigt Verständnis für den langjährigen Partner und ist verärgert: "Ich halte den Verlauf der Kommunikation für sehr bedauerlich. Finanziell ist die Entscheidung positiv für den Verein. Die Verhandlungsführung ist allerdings nicht mein Stil. Darüber wird noch zu reden sein." FCS-Aufsichtsratschef Reinhard Klimmt hält das Vorgehen für korrekt: "Das Präsidium ist sogar dazu verpflichtet, das ökonomisch beste Angebot wahrzunehmen. Die Angebote liegen so weit auseinander, dass eine andere Entscheidung fahrlässig gewesen wäre." Nach SZ-Informationen hat Karlsberg um die 100 000 Euro angeboten. "Wir haben unser Angebot verdoppelt", erklärt Grundmann dazu.

Weller war gestern für eine Stellungnahme ebenso wenig zu erreichen wie Bitburger.

Auf einen Blick

Der FCS, der am 22. Juni, 15 Uhr, in die Vorbereitung startet, hat fünf Testspiele abgemacht: 26. Juni, 16 Uhr, in Quierschied gegen Saarlandligist SC Friedrichsthal, 4. Juli, 16 Uhr, bei Saarlandligist VfB Dillingen, 9. Juli, 18 Uhr, im Ludwigspark-Stadion gegen den französischen Champions-League-Qualifikanten AJ Auxerre (Saisoneröffnung), 13. Juli, 18 Uhr, in Friedrichsthal gegen Zweitligist FSV Frankfurt, 17. Juli, 14 Uhr in St. Wendel gegen Zweitligist Alemannia Aachen.


Mit dem Aufstieg hat der FCS die Eintrittspreise erhöht. Eine Stehplatz-Tageskarte kostet 9,50 Euro, eine Sitzplatz-Karte auf der Haupttribüne (Seite) 23 Euro.

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