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Fußball-Nationalspieler Klose: Als Miro noch im Saarland spielte

Kopfballstark war Miroslav Klose auch schon im Trikot des FC Homburg. Auf unserem Archivbild aus dem Mai 1999 köpfte er im Derby bei der SV Elversberg aufs Tor.

Kopfballstark war Miroslav Klose auch schon im Trikot des FC Homburg. Auf unserem Archivbild aus dem Mai 1999 köpfte er im Derby bei der SV Elversberg aufs Tor.

Homburg. Traurig, aber wahr: Nur ein Spieler aus dem deutschen WM-Kader hat jemals im Saarland gespielt - und das noch nicht mal besonders lange. Miroslav Klose trug in der Saison 1998/99 das Trikot des FC Homburg, ehe er zum 1. FC Kaiserslautern wechselte. Das saarländische Klose-Jahr war ein ganz besonderes, gehört es doch zu einem der unglaublichsten Karrieresprünge, die es je im Fußball gab: Innerhalb von vier Jahren von der Bezirksliga bis ins Finale der Weltmeisterschaft im Jahr 2002. Das ist deshalb so bemerkenswert, weil große Talente fast immer schon im Jugendbereich den zahlreichen Spähern auffallen.

 Mit 19 Jahren noch bei der SG Blaubach- Diedelkopf

 
Klose aber, der mittlerweile hinter Gerd Müller auf Rang zwei der besten Torschützen der Nationalelf liegt, spielte mit 19 Jahren noch bei der SG Blaubach- Diedelkopf. Gefördert wurde der Wechsel ins Saarland vor allem von Kloses Jugendtrainer, Erich Berndt. Der ließ seine guten Beziehungen zum FC Homburg spielen, insbesondere zu Peter Rubeck damals Trainer der zweiten Mannschaft. Der jetzige Coach des Oberligisten SVN Zweibrücken erinnert sich: „Läuferisch hatte Miro große Defizite und taktisch noch einige Probleme. Die Schnelligkeit, das Kopfballspiel und die Dynamik waren aber schon da.“ Trotz des erkennbaren Talents sei überhaupt nicht absehbar gewesen, dass Klose mal Nationalspieler werden würde. „Er hat das Glück gehabt, dass ich ihn mit nach oben genommen habe, als ich Trainer der ersten Mannschaft wurde“, sagt Rubeck. Weshalb der spätere Weltstar nur einen einzigen Treffer für die Regionalliga-Elf des FCH erzielte, weiß sein damaliger Coach allerdings nicht mehr. 



„Wenn einer es verdient hat, dann er“


Einer, der sich des schüchternen jungen Mannes angenommen hatte, war Konstantin Kuchenbrod, seinerzeit Torhüter der Homburger Verbandsliga- Elf. „Miro war ein sehr sensibler und in sich gekehrter Typ, der erst mal ein bisschen aufgebaut werden musste. Von Blaubach-Diedelkopf her kannte er es ja gar nicht, dass man auch mal die Ellbogen einsetzen muss in einer Mannschaft. Da habe ich versucht, ihn ein wenig zu unterstützen.“ Geahnt hätte auch Kuchenbrod nie, welche Karriere sein damaliger Mitspieler einst machen würde. Allerdings habe er niemals sonst jemanden erlebt, der sein Ziel so konsequent verfolgt habe wie der junge Klose. „Wenn einer es verdient hat, dann er“, schwärmt Kuchenbrod über die menschlichen Qualitäten des heutigen Bayern-Stars. „Er ist immer so geblieben, wie er damals schon war: anständig, bescheiden und bodenständig.“

Kuchenbrod hat noch sporadischen Kontakt mit dem Nationalstürmer, zuletzt habe man vor einem Dreivierteljahr miteinander telefoniert. Ist Klose womöglich zu lange beim Heimatverein geblieben? „Miro war halt sehr heimatverbunden und hat sein Elternhaus gebraucht“, meint der Torhüter. Ein Wechsel zum 1. FC Saarbrücken sei auch deswegen nicht in Frage gekommen, obwohl es Anfragen gab. Und so endete das saarländische Gastspiel des gebürtigen Polen fast so schnell, wie es begonnen hatte. Peter Rubeck weiß noch, weshalb: „Miro hat sehr gut gespielt und ist deshalb vom 1. FC Kaiserslautern verpflichtet worden. Das war auch immer sein großes Ziel damals.“ 
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