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Gericht: Saarländer (26) wird auf Dauer eingesperrt

Weil er trotz eines Kontaktverbotes zu Kindern einen elfjährigen Jungen angelockt und sexuell missbraucht hat, wird ein einschlägig vorbestrafter Saarländer auf Dauer eingesperrt.


Saarbrücken. Das Landgericht hat einen 26 Jahre alten Saarländer wegen sexuellen Missbrauchs zu fünf Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Außerdem stuften die Richter den Mann als gefährlich für die Allgemeinheit ein und und ordneten dessen unbefristete Unterbringung in der forensischen Psychiatrie an.

Der frühere Trainer von Jugendmannschaften im Fußball hatte seit den 90er Jahren mehrfach Kinder angelockt und sexuell missbraucht. Er war deshalb in der Vergangenheit bereits zu Haftstrafen verurteilt worden. In deren Folge war ihm ein absolutes Kontaktverbot zu Kindern auferlegt worden. Das hinderte ihn aber nicht daran, sich Ende vergangenen Jahres einem elfjährigen Jungen zu nähern, zu dem Kind und dessen Mutter ein Vertrauensverhältnis aufzubauen und den Buben schließlich unsittlich zu berühren.

Der aus schwierigen Verhältnissen stammende Angeklagte gab dies vor Gericht unumwunden zu. Er ist nach Feststellung eines Gutachters krankhaft pädophil und deshalb für sein Tun ab einem gewissen Punkt nur eingeschränkt verantwortlich. Das hindert den Mann aber nicht daran, vor seinen Übergriffen äußerst planvoll und fast schon hinterlistig vorzugehen. So wie im Fall seines letzten Opfers.

Den kleinen Jungen, der einige Zeit zuvor seinen Vater verloren hatte, lernte er im Bus kennen. Über Wochen baute der dann ein Vertrauensverhältnis zu dem Buben auf, kümmerte sich um ihn, ging mit ihm zu Fußballspielen. Der elfjährige Problemschüler soll den Mann daraufhin sogar einmal als seinen besten und einzigen Freund bezeichnet haben. Der Mutter gegenüber gab der Angeklagte sich zudem als Vater eines Schulfreundes aus. Sie glaubte dem sympathisch wirkenden 26-Jährigen. Und sie hatte auch nichts dagegen, dass ihr Sohn gelegentlich bei dem „Klassenkameraden“ übernachtete.

Tatsächlich schlief der Elfjährige aber bei dem Angeklagten. Bei einer dieser Übernachtungen berührte der Mann das Kind schließlich unsittlich. Warum er dies tat, das konnte der 26-Jährige selbst nicht so recht beantworten. Er meinte dazu: Eigentlich wünsche er sich eine Frau und eigene Kinder. Aber dann habe er immer wieder seit früher Jugend diese sexuellen Fantasien mit Kindern im Kopf. Obwohl er doch genau wissen müsste, wie das als Opfer ist, wenn man sexuell missbraucht wird. Schließlich sei er doch selbst im Alter von neun Jahren missbraucht worden.

Fazit von Gutachter und Gericht: Über Jahre und gespeist von eigenen Erfahrungen, habe sich bei dem Angeklagten eine sexuelle Präferenz zu Kindern entwickelt und verfestigt. Das sei zwischenzeitlich krankhaft und werde wahrscheinlich immer wieder passieren. wi




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