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Grand Prix der „Scharfen Luder“: Mähdrescher-Rennen lockte 2500 Besucher nach Itterdorf

In Ittersdorf ist gestern nicht das Heu, sondern das Gaspedal durchgedroschen worden: Beim Mähdrescher-Rennen gewannen Frank Fontaine aus Hülzweiler und Lokalmatador Daniel Hubert.

In Ittersdorf ist gestern nicht das Heu, sondern das Gaspedal durchgedroschen worden: Beim Mähdrescher-Rennen gewannen Frank Fontaine aus Hülzweiler und Lokalmatador Daniel Hubert.

Wallerfangen. Idyllisch gelegen präsentiert sich der Saargau hoch über Wallerfangen als ein schönes, ruhiges Fleckchen Erde. Doch alle zwei Jahre wird es rund um den Europasender rau, laut, wild und kurios, nämlich dann, wenn der Verein der Mähdrescherfreunde zu einem etwas außergewöhnlichen Renntag einlädt. Der Grand-Prix der Mähdrescher feierte am Sonntag seine achte Auflage. Laut Veranstalter pilgerten etwa 2500 Besucher über Feld und Flur zur Rennstrecke, feierten die Fahrer aus Deutschland, Frankeich und Luxemburg mit ihren PS-starken Mähdreschern. Die Zuschauer durften sich auf spannende Duelle freuen, Crashs und Totalausfälle inklusive.

Mähdrescher mit Cadillac-Motor

Ein Cadillac hat eigentlich mit einem Mähdrescher reichlich wenig zu tun, es sei denn, man baut seinen Motor in das Gefährt aus der Landwirtschaft ein und macht daraus ein kurioses Ungetüm. „Scharfes Luder“, nennen die Mähdrescherfreunde aus Ittersdorf einen ihrer umgebauten Mähdrescher, der am Sonntag ins Rennen ging. Sein Fahrer: Daniel Hubert, 24 Jahre alt, Elektroinstallateur. Er ist quasi Rennfahrer in zweiter Generation, sein Vater war von Anfang an dabei, als vor 16 Jahren der erste Grand-Prix auf dem Gau ausgetragen wurde. Knallorange, mit aufgemotzten 300 Pferdestärken heizte das Geschoss über den 420 Meter langen Parcours. „Der ist schon ziemlich schnell auf dem Acker unterwegs“, meinte Hubert. „Und auch ziemlich laut.“

Beim Umbau alles erlaubt, was Spaß macht

Während der Ittersdorfer in der Spezialklasse startete – da ist beim Umbau alles erlaubt, was Spaß macht, außer, die Federung zu verändern – trat Teamkollege Jens Winter in der Standardklasse an. Der 22-Jährige ist Landwirt und wuchs mit Mähdreschern und Traktoren auf. Vor zwei Jahren fuhr der junge Ittersdorfer noch in der Rasenmäher-Klasse – zu klein, zu langsam, nicht spannend genug. Sein „heißes Luder“ glänzt mit 200 Pferdestärken, es hat einen Sechs-Zylinder BMW-Motor unter der Haube. Lediglich zwei Testfahrten machte Winter, bevor es ins Rennen ging. „Doppelsieg“, dieses Ziel hatten er und Hubert sich gesetzt.

Konkurrenz bekamen die Ittersdorfer, neben zwei weiteren Fahrern aus Deutschland (Frank Fontaine aus Schwalbach-Hülzweiler und Daniel Mörsch aus Borg), von Fahrern aus Luxemburg und Frankreich. In drei Klassen wurde gestartet, der Standard- und der Spezialklasse sowie in der freien Klasse, die Finalläufe sind dann in eine gefederte Klasse und nicht gefederte Klasse aufgeteilt worden. Auf dem Siegertreppchen standen Frank Fontaine aus Schwalbach-Hülzweiler in der gefederten Klasse und Lokalmatador Daniel Hubert in der nicht gefederten Klasse. Teamkollege Jens Winter landete auf dem dritten Platz. Der Grand-Prix endete traditionell mit einem Crash-Car-Rennen. Hier schaltete Christoph Ames aus Alsweiler der Reihe nach seine Konkurrenz aus und entschied das Rennen für sich.

© WhatsBroadcast
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