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Haftstrafe nach blutigem Messer-Angriff

Symbolfoto.

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. Sechs Monate nach dem fast tödlichen Angriff auf seinen Nebenbuhler hat das Landgericht Saarbrücken gestern einen Familienvater verurteilt. Der Mann hatte nur seine Tochter besuchen und mit deren Mutter, seiner Ex-Freundin, reden wollen. Aber dann kam alles zusammen: Frust, Erschöpfung, Alkohol und Wut. Am Ende griff der 33-Jährige zum Messer und brachte den neuen Freund seiner Ex-Freundin fast um. Wegen der Umstände des Falles billigten die Richter ihm verminderte Schuldfähigkeit zu und verurteilten ihn zu viereinhalb Jahren Haft wegen versuchten Totschlags.

Der Angeklagte und seine frühere Freundin stammen aus Rumänien. Sie haben eine Tochter. Aber ihre Beziehung und die Sache mit dem Geldverdienen funktionierten nicht so gut. Also machte sich der Mann allein auf den Weg – nach England, Spanien und Rumänien. Unterdessen ging seine Frau im Saarland eine neue Beziehung ein. Der 33-Jährige erfuhr davon am Telefon. Er schien nichts gegen die Trennung zu haben, wollte aber in Ruhe alles regeln. Also setzte er sich in einen Fernbus und fuhr 24 Stunden ohne Schlaf ins Saarland. Dort ging er zur ehemals gemeinsamen Wohnung. Aber keiner war zu Hause. In einer Mülltüte fand er seine Sachen. Im Schlafzimmer und im Bad waren die Sachen des anderen Mannes. Daraufhin – es war Sonntag – ging der Mann auf die Straße und begann zu trinken.

Gegen 21 Uhr hatte er 2,6 Promille Alkohol mit Blut, als seine Ex-Freundin mit der gemeinsamen Tochter nach Hause kam. Der Mann wollte das Mädchen in den Arm nehmen, aber das Kind wollte zur Mutter. Als der neue Freund der Frau dazu kam, eskalierte die Situation. Der Angeklagte griff zum Messer, ging auf den Nebenbuhler los. Der flüchtete zu seinem Auto, der 33-Jährige hinterher. Erst stach er dem anderen Mann in den Rücken und dann mit voller Wucht in die Brust. Dieser Stich brach dem Opfer eine Rippe, traf dessen Lunge. Der Schwerverletzte konnte aber noch wegfahren. Er schaffte es bis in eine Klinik.

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