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Handball: Beste Nachwuchsspieler kommen vom Gymnasium am Rotenbühl

Dass die besten Jugendspieler des Landes, konzentriert an der saarländischen Eliteschule des Sports, dem Gymnasium am Rotenbühl in Saarbrücken, allerdings gleich das Bundesfinale von Jugend trainiert für Olympia gewinnen würden, nein, damit war wahrlich nicht zu rechnen. Schließlich sind da auch andere Sportgymnasien und Kooperationspartner von Handball-Bundesligisten am Start. „Die gesamte Trainingsgruppe hat sich von der Leistungsstärke her ein gutes Stück verbessert“, sagt Mathis, „sie hat im athletischen und im technischen Bereich zugelegt.“

Dabei macht die Gruppe – und das gesteht auch Dirk Mathis ein – eher einen heterogenen Eindruck. Sei es Größe, Gewicht oder Alter. Schließlich tummeln sich bei den Trainingseinheiten die Jahrgänge 1992 bis 1996 herum. Doch Schwarzer und Mathis verstehen es, ein für alle passendes Programm mit jeweils individuellen Akzenten zusammenzustellen. Und das scheint zu greifen. Gleich vier Spieler – und das ist für ein kleines Bundesland wie das Saarland beinahe sensationell – haben es in den erweiterten Kader der deutschen Nationalmannschaft geschafft: Peter Walz, Peter Resch, Yves Kunkel (alle HSG Völklingen) und Davide Servello (HG Saarlouis). Kunkel feierte über Pfingsten, beim internationalen Peterstaler Cup in Freiburg, sogar sein Länderspiel-Debüt.

Eine zweite Trainingseinheit nach den Vorgaben des DHB absolvieren Walz, Resch, Kunkel und Servello in Saarbrücken. Es könnte ein Vorgriff auf ein ehrgeiziges Ziel sein, das sich Christian Schwarzer bei seinem Amtsantritt gesteckt hat. Nämlich einen Bundesstützpunkt nach Saarbrücken zu holen. Die Rahmenbedingungen stimmen schon heute. Die Sportschule bietet alle Trainingsmöglichkeiten für eine gesamtheitliche Ausbildung, das Rotenbühl-Gymnasium als Eliteschule des Sports den schulischen Rahmen, in den sich bis zu zehn Trainingseinheiten in der Woche integrieren lassen. Was (noch) fehlt, ist eine ausreichende Zahl an Talenten. Doch da ist weder Schwarzer noch Mathis mit Blick auf die Zukunft bange. „Das ist kein Jahrhundert-Jahrgang mit den vier Nationalspielern, wir haben auch hintendran viele talentierte Spielerinnen und Spieler, die einen ähnlichen Weg gehen können“, sagt Landestrainer Mathis, „sie müssen es nur wollen. Die Möglichkeiten, die Jungs an die Bundesliga heranzuführen, haben wir hier.“

Das sieht Schwarzer genauso. Nur will er den umgekehrten Weg gehen, sich den Status eines DHB-Stützpunktes für das Saarland und eventuell auch Rheinland-Pfalz nicht „erkaufen“, sondern über starke Nachwuchsarbeit und immer neue Talente erarbeiten. „Dann ist das zu realisieren“, sagt er. Und dieses Selbstbewusstsein im Saar-Handball ist definitiv neu und eine riesengroße Veränderung zum Vorjahr.

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