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Hauseinsturz in Winterbach: Paar muss Abriss zahlen

Während der Grundsanierung des Einfamilienhauses aus den 1930ern im St. Wendeler Stadtteil Winterbach war das Gebäude am 27. Dezember 2011 zusammengebrochen.

Während der Grundsanierung des Einfamilienhauses aus den 1930ern im St. Wendeler Stadtteil Winterbach war das Gebäude am 27. Dezember 2011 zusammengebrochen.


Ein junges Paar muss für den behördlich angeordneten Ruinenabriss nach dem Einsturz ihres Wohnhauses sowie Abtransport der Trümmer zahlen. Das hat gestern das Verwaltungsgericht in Saarlouis entschieden. Damit wies der Gerichtspräsident Ulrich André ihre Klage gegen den Landkreis St. Wendel ab. So bleiben die Kosten von knapp 14 000 Euro an den ehemaligen Hausbesitzern hängen. Denn die Kreisverwaltung habe am 30. Dezember 2011 die Maßnahme zurecht angeordnet. Der Richter begründete sein Urteil, dass die „Gefahrensituation sofortiges Handeln notwendig machte“. Rückblick: Während der Grundsanierung des Einfamilienhauses aus den 1930ern im St. Wendeler Stadtteil Winterbach war das Gebäude am 27. Dezember 2011 zusammengebrochen. Der Landkreis ließ die übrig gebliebenen, einsturzgefährdeten Mauern einreißen und den Schutt entsorgen.

Das Besitzerpaar widersprach mit seiner Klage der Auffassung im Landratsamt, dass Trümmer herabzustürzen drohten und Gefahr im Verzug war. Das sah Richter André anders. Risse auf der Seite zum Nachbarhaus und das zur Straße geneigte Gebäude hätten sehr wohl Passanten gefährlich werden können. Zudem war der sofortige Abtransport ebenso rechtens, da im Bauschutt zahlreiche scharfkantige Teile zu Verletzungen hätten führen können. Das Argument, die Besitzer hätten es preiswerter entsorgen lassen können, ließ André nicht gelten. Er zweifelte mit Blick auf die nach seinen Angaben unsachgemäßen Bauarbeiten, die demzufolge zum Einsturz geführt hatten, an einem sachgemäßen Abtransport. Die Arbeiten an gleich mehreren Stellen seien für den Einsturz verantwortlich.

Das vor Gericht unterlegene Paar, das zurzeit in einer kleinen Mietwohnung in Merchweiler lebt, kann gegen das Urteil eine Berufung vor dem Oberverwaltungsgericht beantragen. hgn

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