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Homburger Stadtrat einige bei Resolution gegen Sparen an Uniklinik

Finger weg vom Homburger Universitätsklinikum: Das war die zentrale Botschaft einer gemeinsamen Pressekonferenz der Fraktionssprecher von CDU, SPD, FWG, FDP, Linken, Fraktion für Homburg (FFH) und der Unabhängigen Liste (UL) am Freitagvormittag. Grundlage des klaren Ja zum Erhalt der Zahnmedizin und der Transplantationsmedizin sowie dem nicht minder klaren Nein zu Einsparungen in der Pflege am UKS war eine Resolution, die Barbara Spaniol in der vergangenen Woche in der Homburger Stadtrat eingebracht hatte. Diese war einstimmig angenommen worden (wir berichteten).

Im Zuge der Diskussionen rund um den Beschluss hatte Wilfried Bohn von der SPD die gemeinsame Pressekonferenz vorgeschlagen, „um das Thema aus dem Wahlkampf herauszuhalten“. Dem folgten alle Fraktionen, lediglich die Grünen nahmen nicht teil, hatten aber im Vorfeld auch mit ihrer Abstimmung im Stadtrat ihre Unterstützung verdeutlicht.

In der Sache machten alle Fraktionen unisono klar, dass die Vorschläge des Wissenschaftsrates zur Aufgabe der Zahnmedizin in Homburg und zu einer Minderung der Kompetenz im Bereich der Transplantationsmedizin völlig indiskutabel seien – ebenso wie die Vorschläge von externen Beratern zu Einsparungen bei der Pflege. Wilfried Bohns klares Eingangswort: „Wer sich mit dem Universitätsklinikum in Homburg anlegt, der legt sich mit dem Stadtrat an. Und wer sich mit dem Stadtrat anlegt, der legt sich mit den Homburgern an.“ Im Anschluss formulierte Barbara Spaniol von den Linken noch einmal deutliche Kritik an den Sparvorschlägen. So seien die Zahnmedizin und die medizinische Ausbildung ein „Herzstück“ des Universitätsklinikums. „Das wollen wir nicht aufs Spiel setzen.“ Gleiches gelte auch für den Bereich der Transplantationsmedizin und eine angemessene Pflege. Spaniol kritisierte in diesem Zusammenhang auch das Verfahren, mit dem der Wissenschaftsrat zu seinen Ergebnissen gekommen sei.

Den Einschätzungen Spaniols folgte auch CDU-Fraktionssprecher Christian Gläser. Er stellte aber auch selbstkritisch die Frage, ob sich die Stadt in der Vergangenheit am UKS ausreichend engagiert habe, „das treibt mich schon um“.
Axel Ulmcke von der FWG brachte seinen Verärgerung so zum Ausdruck: „Wenn jemand sich nur auf Zahlengerüste stützt und die auch noch fiktiv anwendet, dann wird für mich der Begriff eines externen Experten fast schon ein Schimpfwort.“ So seien die Vorschläge, gerade für Einsparungen im Pflegebereich, „Unsinn“ und „aus dem Bauch heraus“ entstanden.

Nachdem Manuel Schmidt von der UL zu bedenken gab, dass es aus seiner Sicht wenig Sinn mache, angesichts der schwarzen Zahlen, die das UKS schreibe, nun Einsparungen vorzuschlagen, wurde Peter Müller von der FFH noch deutlicher. Es dürfe am UKS schlichtweg nicht gespart werden. „Da hört der Spaß einfach auf.“ Und es dürfe aus Homburg auch kein Signal der Gesprächsbereitschaft erklingen, „denn dann haben wir schon verloren“. Auch Peter Eisenbeis von der FDP zeigte, wie alle Fraktionssprecher, klare Kante. „Die in Saarbrücken können sparen, wo sie wollen, aber nicht an einer so existenziellen Sache wie dem Homburger UKS.“
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