B41 Saarbrücken Wilhelm-Heinrich-Brücke Gefahr durch ungesicherte Unfallstelle auf dem rechten Fahrstreifen (12:16)

B41

Priorität: Dringend

22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Honigpanscher kommt glimpflich davon - Richter verhängt Bewährungsstrafe

Gepanschter Honig brachte einen Imker aus dem Landkreis St. Wendel vor Gericht. Er täuschte Verbraucher über die Herkunft und die Zusammensetzung. Symbolbild: dpa

Gepanschter Honig brachte einen Imker aus dem Landkreis St. Wendel vor Gericht. Er täuschte Verbraucher über die Herkunft und die Zusammensetzung. Symbolbild: dpa

Mildes Urteil für einen Imker aus dem Landkreis St. Wendel , der gepanschten und falsch deklarierten Honig verkauft hatte. Ein Richter am St. Wendeler Amtsgericht hat am Dienstag eine Bewährungsstrafe verhängt – zusätzlich noch unter Vorbehalt. So muss er 3200 Euro Geldstrafe nur zahlen, sollte er sich in den kommenden zwei Jahren erneut etwas zuschulden kommen lassen. Unberührt davon bleibt die Bewährungsauflage: Der Verurteilte muss 1000 Euro dem Homburger Kinderhospizdienst überweisen.

Der pensionierte Lehrer und Hobby-Bienenzüchter musste sich für Vergehen von 2013 verantworten. Damals hatte er Honig „Sommertracht“ unter dem geschützten Warenzeichen „Echter Deutscher Honig “ verkauft. Geringe Mengen spanischen Blütengolds fanden Ermittler in beschlagnahmten Gläsern mehrerer Märkte. Zum anderen verzichtete er bei Waldhonig ganz auf heimische Produkte, bot ihn aber als Produkt von hier an. Gutachter entdeckten ausnahmslos Honig , der von Pflanzen stammten, die in Südeuropa gedeihen.

Der Imker räumte die Taten ein. Allerdings habe es sich bei den verunreinigten Proben der Sorte „ Sommertracht“ um ein Versehen beim Abfüllen gehandelt. Blauäugig sei er indes dem Rat eines Firmenmitarbeiters gefolgt. Demnach durfte er das Etikett „Deutscher Honig “ nutzen, wenn es sich um ein in Deutschland verarbeitetes Produkt handelt – auch wenn es woanders herkommt. Dies sahen Staatsanwalt und Richter anders. Zwar wurde das Verfahren im Fall des verunreinigten, jedoch gesundheitlich unbedenklichen Honigs fallen gelassen. Der Angeklagte verstieß aber gegen Vorschriften beim Waldhonig aus Südeuropa mit deutschem Herkunftsemblem: gegen Honigverordnung und Markengesetz . Zudem machte er sich des Betrugs schuldig. Ungeachtet dessen droht dem Mann laut Richter eine Anzeige des Imkerbundesverbands.

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein