B51 Saarbrücken Richtung Trier zwischen Mettlach und Abzweig nach Saarhölzbach Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn (19.10.2018, 14:36)

B51

Priorität: Dringend

10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Hüttenbrände Homburg: Täter nie gefasst

Der oder die Brandstifter, die für die  Brände der Homburger Hütten verantwortlich sind, wurden bis jetzt nicht gefasst.

Der oder die Brandstifter, die für die Brände der Homburger Hütten verantwortlich sind, wurden bis jetzt nicht gefasst.

Homburg. Ein bisschen ist sie schon in Vergessenheit geraten, die Serie von Brandstiftungen an Hütten im Homburger Stadtgebiet im vergangenen Jahr: Zum Jahreswechsel 2009/2010 war als erste eine von drei Hütten der katholischen studierenden Jugend (KSJ) am Homburger Johanneum dem Feuer zum Opfer gefallen, es sollten in den Monaten danach noch weitere folgen, unter anderem die Hütte der Ski- und Wanderfreunde Einöd, die Kehrberg-Hütte des Pfälzerwald-Vereins in Kirrberg, die Fischerhütte in Beeden oder eine weitere Hütte der KSJ. Und schon im Jahr 2008 hatte ein Brand die Peter-Schulzen-Hütte des Pfälzer-Wald-Vereins Homburg Erbach zerstört – auch damals ging man von Brandstiftung aus.



"Es gab ein Leben vor dem Brand und es gibt ein Leben nach dem Brand."

Die Monate nach den Bränden waren bei den betroffenen Vereinen vor allem vom Wiederaufbau geprägt. Eines der finalen Kapitel in dieser langen Leidensgeschichte: Ein Spendenscheck der Firma Bosch für den Pfälzerwald-Verein Homburg Erbach, überreicht am vergangenen Freitag. Für den Erbacher Verein endete damit vorerst die erfolgreiche Wiederaufbauleistung, heute präsentiert sich die Peter-Schulzen-Hütte wieder als ein zentraler Anlaufpunkt für Wanderer und Radfahrer in der Region. Doch wie hat der Verein die Zeit der Krise bewältigt? Wilfried Forster, der erste Vorsitzende des Pfälzerwaldvereins Homburg-Erbach, brachte es so auf den Punkt: „Es gab ein Leben vor dem Brand und es gibt ein Leben nach dem Brand. Und das ist inzwischen wieder so, wie es vor der Zerstörung der Hütte war.“ Doch bleibe die Angst, etwas Vergleichbares noch einmal erleben zu müssen. Zumal Vandalismus generell ein Problem sei, so Forster. „Gerade erst wurden Kabel im Außenbereich der Hütte von Unbekannten durchgeschnitten.“

Christine Rojan, Kassenprüferin beim Pfälzerwald-Verein in Erbach und als Mitarbeiterin von Bosch „Ursache“ der Geldspende, „Bosch fördert angesichts des 125-jährigen Betriebsjubiläums und des 150. Geburtstages von Robert Bosch in diesem Jahr besonderes ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitern“, attestierte dem Brand auch eine positive Wirkung im Schatten des Schreckens: „Wir sind näher zusammengerückt, gleichwohl wir von je her eine fest eingeschworene Gemeinschaft sind.“ Dies gleiche Erfahrung haben wohl auch die Mitglieder der katholischen studierenden Jugend in Homburg in den zurückliegenden Monaten gemacht. Dort ist man zwar noch nicht so weit, eine neue Hütte sein Eigen zu nennen. Und noch läuft eine Art von Übergangsbetrieb. Doch man ist guter Hoffnung, im Jahr 2012 eine neues zentrales Gebäude für die vielfältigen Aktivitäten der KSJ zu schaffen. „Für September ist die Grundsteinlegung geplant“, gab Lena Grotefend, Homburger Stadtgruppenleiterin, Einblick in die laufenden Wiederaufbauarbeiten. Bis zum Winter soll dann der Rohbau stehen. Ist alles fertig, werden zwei Gruppenräume, eine Küche oder auch sanitäre Anlagen – die werden derzeit mit am schmerzlichsten vermisst – wieder ein normales Leben bei der KSJ ermöglichen.

"Es gab keinen konkreten Tatverdacht"  

Und auch bei der KSJ rückte man noch enger zusammen, Jugend und Eltern hätten Hand in Hand gearbeitet, so Grotefend, um Bauanträge, Planungen und Überlegungen in die richtigen Bahnen zu lenken – mit einem Ziel: „Wir freuen uns unheimlich darauf, im kommenden Jahr die neue Hütte einzuweihen.„

Bei der Polizei unterdessen hat man die Ermittlungen in Sachen Hüttenbrandserie Homburg inzwischen eingestellt. „Es gab keinen konkreten Tatverdacht“, so Georg Himbert, Pressesprecher der Landespolizeidirektion, auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch gehe man davon aus, dass man dem Täter im Rahmen der Ermittlungen so nahe gekommen sei, dass dieser sein Treiben eingestellt hätte.

© WhatsBroadcast
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein