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Hüttenbrände Homburg: Täter nie gefasst

Der oder die Brandstifter, die für die  Brände der Homburger Hütten verantwortlich sind, wurden bis jetzt nicht gefasst.

Der oder die Brandstifter, die für die Brände der Homburger Hütten verantwortlich sind, wurden bis jetzt nicht gefasst.

Die Monate nach den Bränden waren bei den betroffenen Vereinen vor allem vom Wiederaufbau geprägt. Eines der finalen Kapitel in dieser langen Leidensgeschichte: Ein Spendenscheck der Firma Bosch für den Pfälzerwald-Verein Homburg Erbach, überreicht am vergangenen Freitag. Für den Erbacher Verein endete damit vorerst die erfolgreiche Wiederaufbauleistung, heute präsentiert sich die Peter-Schulzen-Hütte wieder als ein zentraler Anlaufpunkt für Wanderer und Radfahrer in der Region. Doch wie hat der Verein die Zeit der Krise bewältigt? Wilfried Forster, der erste Vorsitzende des Pfälzerwaldvereins Homburg-Erbach, brachte es so auf den Punkt: „Es gab ein Leben vor dem Brand und es gibt ein Leben nach dem Brand. Und das ist inzwischen wieder so, wie es vor der Zerstörung der Hütte war.“ Doch bleibe die Angst, etwas Vergleichbares noch einmal erleben zu müssen. Zumal Vandalismus generell ein Problem sei, so Forster. „Gerade erst wurden Kabel im Außenbereich der Hütte von Unbekannten durchgeschnitten.“

Christine Rojan, Kassenprüferin beim Pfälzerwald-Verein in Erbach und als Mitarbeiterin von Bosch „Ursache“ der Geldspende, „Bosch fördert angesichts des 125-jährigen Betriebsjubiläums und des 150. Geburtstages von Robert Bosch in diesem Jahr besonderes ehrenamtliches Engagement von Mitarbeitern“, attestierte dem Brand auch eine positive Wirkung im Schatten des Schreckens: „Wir sind näher zusammengerückt, gleichwohl wir von je her eine fest eingeschworene Gemeinschaft sind.“ Dies gleiche Erfahrung haben wohl auch die Mitglieder der katholischen studierenden Jugend in Homburg in den zurückliegenden Monaten gemacht. Dort ist man zwar noch nicht so weit, eine neue Hütte sein Eigen zu nennen. Und noch läuft eine Art von Übergangsbetrieb. Doch man ist guter Hoffnung, im Jahr 2012 eine neues zentrales Gebäude für die vielfältigen Aktivitäten der KSJ zu schaffen. „Für September ist die Grundsteinlegung geplant“, gab Lena Grotefend, Homburger Stadtgruppenleiterin, Einblick in die laufenden Wiederaufbauarbeiten. Bis zum Winter soll dann der Rohbau stehen. Ist alles fertig, werden zwei Gruppenräume, eine Küche oder auch sanitäre Anlagen – die werden derzeit mit am schmerzlichsten vermisst – wieder ein normales Leben bei der KSJ ermöglichen.

"Es gab keinen konkreten Tatverdacht"  

Bei der Polizei unterdessen hat man die Ermittlungen in Sachen Hüttenbrandserie Homburg inzwischen eingestellt. „Es gab keinen konkreten Tatverdacht“, so Georg Himbert, Pressesprecher der Landespolizeidirektion, auf Nachfrage unserer Zeitung. Doch gehe man davon aus, dass man dem Täter im Rahmen der Ermittlungen so nahe gekommen sei, dass dieser sein Treiben eingestellt hätte.

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